Davos stopft evz dank aeschlimann und knak – erste serie offen

Der HC Davos hat das erste Leck im EVZ-Kahn geschlagen. 2:0 in der Vaillant Arena, und plötzlich liegt der Qualifikationssieger mit 1:0 in der Serie vorne – ein Ergebnis, das am Dienstagabend lange auf der Kippe stand.

Sandro aeschlimann wird zur lebenden wand

Simon Knak traf früh, doch die eigentliche Hauptfigur hieß Sandro Aeschlimann. 34 Schüsse, sieben Hochkaräter, ein Shutout. „Wir haben heute einen unglaublich starken Sandro Aeschlimann im Tor benötigt“, sagte Knak im MySports-Mikro, „er hat mit seinen Saves den Unterschied gemacht.“ Die Zahl spricht für sich: Aeschlimann lag bei 1,00 Gegentoren pro Spiel – und kratzte diese Marke jetzt aus dem Tableau.

Zug hatte Tempo, aber kein Erfolgserlebnis. Mike Künzle traf den Pfosten, zwei weitere Top-Chancen scheiterten am Davoser Schlussmann. „Wenn wir unsere Chancen verwertet hätten, sähe die Welt anders aus“, murrte der EVZ-Stürmer. Stattdessen fiel das 2:0 ins leere Netz – ein Symbolbild für die Rapperswiler Verzweiflung.

Knaks selbstkritik nach der party

Knaks selbstkritik nach der party

Der 22-jährige Stürmer durfte jubeln, aber auch hadern. Kurz vor Schluss räumte er einen Gegenspieler ab – zweiminütiger Stafette. „Meine Strafe war ziemlich unnötig“, sagte er. Die Davos-Defensive rettete, doch Trainer Andi Rödin wird ihn beim Video-Meeting daran erinnern. „Wir müssen zu Hause in der Defensive noch besser aufräumen“, bestätigte Knak.

Die Serie verlagert sich ins Landwasser. Am Donnerstag empfangen die Bündner den Leader der Hauptrunde – und plötzlich ist die Favoritenrolle offen. EVZ-Coach Tim Kehler muss seine Treffergaranten wecken, sonst droht ein vorzeitiges Wintermärchen zu enden.

Für Davos ist die Botschaft klar: Ein Torhüchter in Gala-Form plus eine disziplinierte Abwehr kann selbst die beste Offensive der Liga lähmen. Die Serie ist längst keine Formsache mehr – und das macht sie zur besten der ersten Playoff-Runde.