Saavedra fegt calafell in 60 sekunden weg: liceo krönt sich zum 11. mal zum copa-del-rey-könig
Bruno Saavedra brauchte eine einzige Spielminute, um die Träume des Außenseiters Calafell La Menorquina zu pulverisieren und Hockey Club Liceo die elfte Copa del Rey zu sichern. Als das Finale in Sant Sadurní d’Anoia noch offen war (0-1), schlug der Argentinier dreimal unaufhaltsam zu – 0-4 nach 40 Minuten, alles klar. Der Debütant aus Tarragona, der auf seine erste Trophäe hoffte, ging leer aus, während der Tabellenführer der OK Liga nach 2021 wieder ganz oben steht.
Dreifach-schock 39/40: saavedras sekunden, die alles entschieden
Die Gäste hatten sich tapfer gewehrt. Trotz Unterzahl nach der Blauen Karte gegen Quim Gabarró stemmte sich Calafell mit einem glänzend aufgelegten Martí Serra – einst Liceo-Keeper – gegen die drohende Übermacht. Aleix Marimon knallte die Kugel ans Aluminium, Sergi Folguera vergab einen Direktstoß am Pfosten. Und dann kam jene 60-Sekunden-Katastrophe. Saavedra nahm den Ball mit, schlitterte durch, verwandeln. Sekunden später eroberte er selbst, lief allein auf Serra zu, traf erneut. Die Krönung: Direktfreistoß, 0-4, Spieldreher.
Die Szene war symptomatisch für den gesamten Abend. Calafell stemmte sich, war diszipliniert, verpasste aber die großen Chancen. Liceo verhinderte jede Überraschung mit kalter Effizienz. Arnau Xaus, einst bei Calafell, hatte vor der Pause per Video-Urteil die Führung erzielt, und als die Niederlage besiegelt war, schoss Biel Pujadas nur noch den Ehrentreffer.

Elf pokale, eine botschaft: liceo dominiert auch 2025
Die Zahl spricht für sich: Elf Titel, Rekord. Dazu die unangefochtene Tabellenführung in der OK Liga. Trainer Juan Copa kann auf eine unverschnittene Truppe bauen, in der Erfahrung und Killerinstinkt verschmelzen. Calafell muss hingegen die Lektur lauten: Finale ja, aber der letzte Schritt will gelernt sein. Die Pokale werden in Galicien gewonnen, nicht an der Costa Dorada.
Für Liceo ist die Saison noch lange nicht vorbei. Mit diesem Selbstvertrauen reist der Club nach Porto, wo am Final Four der European League der nächste Titel winkt. Wer Saavedra in dieser Form hat, braucht sich vor niemandem zu verstecken.
