Che adams steht auf dem rasen – doch d'aversa bremst die euphorie
Es ist das Detail, das das Spiel verändert: Che Adams hat gestern das komplette Abschlusstraining mit der Gruppe absolviert. Der Stürmer, der den FC Turin seit Wochen mit Muskelproblemen fehlte, reiste gestern Abend ins Quartier der Granata ein – mit der Startelf-Nennung in der Tasche. Doch die Freude hat einen Riss.

D'aplant wird ihn nur punktuell einsetzen
Der Grund: Die medizinische Abteilung warnt. Eine Rückkehr auf volle Minuten könnte die alte Verletzung wieder öffnen. Deshalb plant Trainer Moreno D'Aversa nur ein Kurzeinsatz, maximal 20 Minuten im Schlussakt gegen Lazio. „Wir wollen ihn nicht dem nächsten Muskelfaserriss ausliefern“, sagte ein Staff-Mitarbeiter anonym. Die Nennung ist daher ein Zugeständnis an die Psyche – nicht an die Fitness.
Abseits der Adams-Posse bleibt Aboukhlal draußen. Der marokkanische Außenbahnspieler hat die Prellung am rechten Knie, die er sich vor dem Spiel in Genua zuzog, noch nicht abgeschüttelt. Er fliegt am Donnerstag mit nach Neapel, bleibt aber heute in Turin. Für Ismajli indessen öffnet sich die Tür zur Startelf: Der albanische Innenverteidiger könnte neben Buongiorno aufrücken. Ilic übernimmt im defensiven Mittelfeld die Rolle des gesperrten Ilkhan.
Die Zahlen sprechen gegen Turin: In den letzten fünf Pflichtspielen ohne Adams nur zwei Treffer. Die Anhänger hofften auf eine Rückkehr mit Bravour – bekommen eine Rückkehr mit Bremse. D'Aversa muss heute also wieder mit der Brechstange punkten. Die Lazio-Abwehr wird es ihm nicht leicht machen.
