Cadamarteri schießt jamaica ins wm-achtelfinale – 0:1-sieg gegen neukaledonien
Ein einziger Schuss, ein einziger Treffer – und plötzlich steht Jamaica vor der Tür zur Weltmeisterschaft 2026. Bailey Cadamarteri traf in der 18. Minute gegen Neukaledonien, der 0:1-Sieg im Estadio Akron beschert den Reggae Boyz das Finale der Interkontinental-Playoffs am 31. März gegen die DR Kongo.
Die perfekte gelegenheit war alles, was cadamarteri brauchte
Ronaldo Webster hatte den Freistoß aus 22 Metern genommen, der Ball rutschte unter der Mauer durch, Torwart Rocky Nyikeine kratzte nur daran – und Cadamarteri schob im Nachschub locker ein. Mehr brauchte die Elf von Bundestrainer Rudolph Speid nicht, um den 150. der FIFA-Rangliste zu bezwingen. Die Statistik? 70. gegen 150. Platz – auf dem Papier ein Kräfteungleichgewicht, auf dem Rasen eine Demonstration jamaikanischer Effizienz.
Neukaledonien wachte erst in der 42. Minute auf, als Jean-Jacques Katrawa Andre Blake mit einem platzierten Schuss prüfte. Doch der Keeper der Philadelphia Union war wach, und mit ihm die gesamte Defensive um Ethan Pinnock und Joel Latibeaudiere. In der zweiten Hälfte jagten Tyreece Campbell und Cadamarteri die nächste Großchance der anderen – doch Nyikeine rettete diesmal mit Reflexen, die sein vorheriges Versagen vergessen machten.

31. März wird zum nationalfeiertag im akron
Die Uhr tickt. In 72 Stunden steht das Endspiel gegen die DR Kongo an, die sich mit Athletik und Europa-Erfahrung auszeichnen. Für Jamaica geht es um den zweiten WM-Start nach 1998 – und um mehr als nur Sport. „Wir spielen für eine Insel, die seit Jahren auf dieses Comeback wartet“, sagte Speid nach Abpfiff. Die Fans stimmen sich bereits auf Guadalajara ein: Flugpreise aus Kingston nach Mexiko stiegen über Nacht um 34 Prozent.
Cadamarteri, 20, Leeds-Ausleihe und gerade erst in den Profikader gestürzt, spürt den Druck – und liebt ihn. „Ich träume seit der Grundschule von diesem Moment“, sagte er vor Mikrofonen, die sich um ihn drängten. Die Zahlen sprechen für ihn: drei Turniertreffer in vier Spielen, Quote von 75 Prozent – besser als jeder Teamkollege. Wenn er am Montag trifft, bucht Jamaica womöglich nicht nur Tickets für die USA/Kanada/Mexiko, sondern auch einen Platz im Herz der Fußballromantik.
