Bogdanovic-eklat: ehemal-stürmer verurteilt sich selbst mit rassistischen äußerungen
Ein Schock geht durch die Fußballwelt: Der ehemalige Bundesliga-Stürmer Rade Bogdanovic hat sich im serbischen Fernsehen mit einer rassistischen Tirade einen schweren Imageschaden zugefügt. Seine Äußerungen über dunkelhäutige Spieler haben eine Welle der Empörung ausgelöst und werfen Fragen nach dem Umgang mit Rassismus im Sport auf.

Konzentrationsmangel als vorwurf? bogdanovics fragwürdige these
Im Rahmen der Analyse des Spiels zwischen Iran und Belgien (0:0) griff Bogdanovic, der 56 Jahre alt ist und unter anderem für Werder Bremen in der Bundesliga spielte, Nathan Ngoy, den belgischen Abwehrspieler, verbal an. Ngoy war in der 66. Minute nach einer Notbremse des Feldes geflogen. Bogdanovic nutzte diese Situation, um eine verurteilenswerte These zu formulieren: "Auf diesem Niveau, als letzter Verteidiger, einen stehenden Ball zu verpassen und dann vom Platz gestellt zu werden… Ich habe immer gesagt, dass diese Spieler – und ich bin kein Rassist –, aber schwarze Spieler können sich nicht für länger als 60 bis 80 Minuten konzentrieren."
Um seine Behauptung zu untermauern, berief sich der ehemalige Angreifer auf eigene Erfahrungen: „Ich habe mit ihnen gespielt. Manchmal mussten wir unsere eigenen Spieler davor schützen, Fehler zu machen.“ Diese Aussage ist nicht nur geschmacklos, sondern wirkt auch wie ein Rückfall in längst überholte und diskriminierende Stereotypen. Der Moderator versuchte zwar, mit Verweis auf die französische Nationalmannschaft, die überwiegend aus dunkelhäutigen Spielern besteht und konstant auf Weltklasseniveau agiert, gegenzusteuern, doch Bogdanovic blieb hartnäckig und betonte, dass auch diese Spieler Fehler machten und eine gewisse Verallgemeinerung unweigerlich sei.
Die sozialen Medien kochten über. Unzählige Nutzer warfen Bogdanovic die Verbreitung rassistischer Stereotype vor und bezeichneten seine Kommentare als unerträglich und diskriminierend. Der Hashtag #RassismusImFussball trendete schnell. Ob der serbische Sender RTS, für den Bogdanovic als Experte tätig ist, nun die Konsequenzen zieht und sich von ihm trennt, bleibt abzuwarten. Eine offizielle Stellungnahme des Senders steht noch aus.
Bogdanovic ist bekannt für seine direkte und oft provokante Art, doch diese Äußerungen übersteigen jede Grenze des Vertretbaren. Seine Karriere als Spieler umfasste Stationen bei Arminia Bielefeld, Werder Bremen, Atlético Madrid, sowie in Südkorea, Japan und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Er erzielte in 75 Bundesliga-Partien 15 Tore und bereitete sechs weitere vor.
Die Weltmeisterschaft geht weiter, doch dieser Vorfall wirft einen Schatten auf den Wettbewerb und erinnert uns daran, dass der Kampf gegen Rassismus im Sport noch lange nicht gewonnen ist. Es ist eine Schande, dass ein ehemaliger Profi, der selbst in verschiedenen Ländern gespielt hat, solche veralteten und schädlichen Vorurteile äußert. Die Zukunft wird zeigen, welche Konsequenzen Bogdanovic für seine Worte tragen muss, aber eines ist klar: Seine Karriere als TV-Experte könnte damit ernsthaft gefährdet sein.
