Beloki kämpft sich zurück: hoffnungsschimmer bei itzulia’26
Markel Beloki, der junge baskische Hoffnungsträger, hat bei der Itzulia’26 seine Rückkehr in die Weltklasse eindrucksvoll verkündet. Nach einem traumatischen Debüt vor einem Jahr, das ihn für Monate außer Gefecht setzte, kämpft er sich nun an die Spitze der Youngster-Klassifizierung und beweist seine unglaubliche Widerstandsfähigkeit.

Ein jahr der hürden: mononukleose und der schatten des vorjahres
Die Erinnerung an das vergangene Jahr nagt noch immer an Beloki. Seine erste Teilnahme an der Itzulia endete abrupt in der vierten Etappe, ausgelöst durch eine verheerende Mononukleose. Fatigue, Muskelschmerzen und ein tiefes Unwohlsein machten sein vielversprechendes Debüt zur Tortur. Doch der junge Mann hat sich davon nicht unterkriegen lassen.
Hinter Beloki steht eine beeindruckende Familiengeschichte. Sein Vater, Joseba Beloki, war selbst ein gefeierter Radprofi, der Lance Armstrong lange auf den Fersen war. Seine Karriere fand jedoch abrupt ein jähes Ende 2003 im Abstieg von La Rochette, wo er schwere Frakturen an Hüfte, Ellbogen und Handgelenk erlitt. Heute kommentiert Joseba die Rennen für Radio Euskadi und verfolgt den Aufstieg seines Sohnes mit fieberhafter Aufmerksamkeit – ein ständiger Begleiter auf seinen Fahrten im Transporter.
Der Maillot Azul gehört Beloki, doch die Gesamtführung hält der französische Sprinter Seixas fest. Mit einem Vorsprung von fünf Minuten dominiert er das Klassement. Beloki, der Zweite in der Youngster-Klassifizierung, ist sich bewusst, dass er eine Herkulesaufgabe vor sich hat. “Die Itzulia ist lang und hart. Wir müssen sehen, wie die Tage verlaufen”, mahnt er, während er Tag für Tag versucht, den Rückstand aufzuholen.
Luke Tuckwell aus Australien und der Norweger Peter Oxenberg komplettieren das Quartett der vielversprechenden Talente. Beide waren bereits im Tour du Future am Start, wo Seixas sie übertraf. Beloki selbst fehlte damals aufgrund seines Terminkalenders, der ihn stattdessen zum Tour de Alsacia führte, wo er sich den gelben Trikot sicherte.
Das kommende Wochenende verspricht Spannung pur. Am Freitag steht die anspruchsvolle Etappe nach Eibar an, mit fünf Anstiegen dritter und drei erster Kategorie. Am Samstag folgt eine weitere Bergwertung nach Bergara. Die Steigungen von Asentzio und Elosua werden den peloton schon früh vor eine Zerreißprobe stellen.
Belokis Kampfgeist ist unverkennbar. Er ist nicht nur ein Fahrer, sondern auch ein Symbol für die Rückkehr zu alter Stärke. Er ist der Beweis, dass man auch nach schweren Rückschlägen wieder aufstehen und seine Träume verfolgen kann – und das mit der Unterstützung einer ganzen Region im Rücken.
