Basel klaut united-duo: premier-league-scouts sollen bebbi-talente finden

David Degen schlägt doppelt zu. Der FC-Basel-Präsident holt zwei Scouts von Manchester United in die Schweiz – und macht damit klar, dass der Klub künftig anders tickt.

Andreas Herrmann und Marko Filipovic, beide lange Jahre im Nachwuchs der Red Devils verankert, wechseln laut «Forza»-Podcast an den Rhein. Die Botschaft: Basel will nicht mehr nur mitspielen, Basel will vorausdenken.

Herrmanns mission: die zukunft scouten, nicht nur beobachten

Herrmanns mission: die zukunft scouten, nicht nur beobachten

Herrmann war zuletzt Chefscout für den Nachwuchs bei United, zehn Jahre lang baute er das Netzwerk aus. Filipovic, ehemaliger Profi in der Schweiz, kennt die Ligen hier noch vom Spielen. Beide kennen europäische Talente nicht aus Datenbanken, sondern aus dem Stadionnebel von Montagsspielen in der U17-Premier League.

Basel hatte in den vergangenen Jahren das Nachsehen, wenn Jungstars wie Julian von Moos oder Noah Okafor früh ins Ausland wechselten. Die neue Doppelspitze soll verhindern, dass der nächste Xherdan Shaqiri erst bei Konkurrenten auffällt.

Der FCB investiert nicht in Stars, sondern in ein System. Ein Scouting-Update, das anders funktioniert als das bisherige: weniger PowerPoint, mehr Spielfeld. Weniger Berichte, mehr Beziehungen.

Die Zahren sind klein, der Effekt könnte gross sein. Ein Club, der in den letzten Jahren in der Super League den Anschluss verpasste, setzt nun auf Informationsvorsprung statt Millionentransfers. Wenn das funktioniert, war es nicht nur ein Coup – sondern ein Modell.