Ballerini schnappt sich den sieg: chaos in neapel beim giro!
Neapel tobte – und das nicht nur wegen des sonnigen Wetters. Auf der sechsten Etappe des Giro d'Italia kam es zu einem Massensturz, der die Entscheidung des Rennens maßgeblich beeinflusste. Davide Ballerini (XDS Astana) behauptete sich im Chaos und sicherte sich den Etappensieg, während Afonso Eulalio das Rosa Trikot verteidigte.
Ein sturz, der alles veränderte
Die letzten Meter zur Piazza del Plebiscito waren alles andere als ein friedliches Finale. Ein rutschiger Kopfsteinpflasterbelag und eine knifflige Kurve führten zu einem spektakulären Massensturz, bei dem zahlreiche Sprinter zu Fall kamen. Dylan Groenewegen, einer der Topfavoriten auf den Sieg, war unter den Unglücklichen. Ballerini profitiert von der Situation und sprintete am Feld vorbei zum Sieg.
Doch das Rennen hatte bereits zuvor seine Schattenseiten. Ein Vorfall mit zwei Zuschauern, die auf die Strecke liefen und die Fahrer behinderten und sogar leicht schubsten, sorgte für Unmut im Peloton. „Die Zielkurve war leicht nass. Eigentlich wussten wir vorher schon zu 70:30 Prozent, dass wir nicht durchkommen. Das Spektakel ist wieder da, sie haben uns stürzen sehen“, schimpfte der deutsche Sprinter Pascal Ackermann nach dem Rennen.

Langsames rennen bis zum finale
Die ersten 140 Kilometer verliefen eher unspektakulär. Eine Ausreißergruppe konnte sich zwar einen kleinen Vorsprung erarbeiten, doch das Feld holte die Ausreißer problemlos ein. Die Bedingungen waren alles andere als ideal: Das Rennen wurde von einem langsamen Tempo und einer leichten Nässe geprägt. Ein weiterer Zwischenfall passierte mit Nico Denz, der stürzte und glücklicherweise nur leichte Blessuren davontrug.
Die Gesamtwertung bleibt vorerst stabil. Afonso Eulalio verteidigt das Rosa Trikot, doch die anstehende Bergankunft am Freitag deutet auf eine Veränderung hin. Mit einem Blick auf die kommenden Herausforderungen bleibt spannend, wer sich am Ende den Gesamtsieg sichert. Die Faszination des Giro d'Italia ist ungebrochen!