Popps abschiedstragödie: bayern krönt sich zum dfb-pokalsieger!
Köln – Ein Finale voller Emotionen, ein Abschied, der schmerzhaft endet: Alexandra Popp, die Ikone des VfL Wolfsburg, musste im DFB-Pokalfinale gegen den FC Bayern München ihren Traum vom Titelgewinn begraben. Die Münchnerinnen demonstrierten eine beeindruckende Leistungssteigerung und fertigten die Wolfsburgerinnen mit 4:0 ab, wodurch Bayern das Double perfekt machte – nach der Meisterschaft der Pokalsieg.

Ein zähes anfang, ein deutliches urteil
Die erste Halbzeit des Spiels verlief zunächst geprägt von Abtasten und Unsicherheiten. Beide Mannschaften zeigten sich von der Bedeutung des Anlasses und dem bevorstehenden Abschied Popps im VfL-Trikot beeinflusst. Doch Bayern fand im Laufe der Partie besser in die Partie und nutzte die Gelegenheiten eiskalt aus. Georgia Stanway verwandelte einen umstrittenen Elfmeter (45.+2, nach Videobeweis), der den Ausschlag in der ersten Hälfte gab.
Nach der Pause erhöhte Bayern den Druck und dominierte das Spielgeschehen. Pernille Harder (59.), Momoko Tanikawa (77.) und Arianna Caruso (84.) erzielten die weiteren Tore für die Münchnerinnen, die vor einer Rekordkulisse von 46.064 Zuschauern spielten. Für Wolfsburg, einstiger Pokalseriensieger, bedeutete dies eine bittere Niederlage und das verpasste Comeback.
Tränen und Abschiede
Der Pokalfinale markierte das Ende einer Ära für Alexandra Popp. Nach 14 Jahren beim VfL Wolfsburg verabschiedet sich die ehemalige Nationalspielerin im Sommer in Richtung Borussia Dortmund. Ihre Worte vor dem Spiel, in denen sie ihre besondere Beziehung zum Pokal betonte und andeutete, dass „Tränen definitiv fließen“ würden, wurden nun bittere Realität. Popp, die als Kapitänin ihr Team aufs Feld führte, konnte den Traum von einem würdevollen Abschied mit dem Titelgewinn nicht erfüllen. Die Wadenverletzung, die sie Mitte März erlitten hatte, schien sie überwunden zu haben, doch am Ende war es nicht genug.
Christian Wück, Bundestrainer, verfolgte das Spiel aufmerksam. Die Leistung beider Teams wird sicherlich Auswirkungen auf die Kaderplanung für die Zukunft haben.
Die Bayern-Offensive, angeführt von Harder und Tanikawa, zeigte eine beeindruckende Kaltschnäuzigkeit. Während die Wolfsburgerinnen zwar defensiv kompakt standen, fehlte es ihnen an Durchschlagskraft in der Offensive. Die Niederlage ist ein herber Rückschlag für den VfL Wolfsburg, der nun die Saison ohne Titel beenden muss.
Bayern München hat mit diesem Sieg seine bereits beeindruckende Erfolgsbilanz in der DFB-Pokal der Frauen weiter ausgebaut und zeigt einmal mehr, dass sie zu den Top-Adressen im deutschen Frauenfußball gehören. Die Ära Popp im Wolfsburger Trikot ist beendet, doch der DFB-Pokal gehört nun den Bayern.
