Almería vor dem finale: aufstiegskampf und vertrags-poker!
Die UD Almería steht vor einer Zerreißprobe. Nicht nur der direkte Aufstieg in die Primera División hängt in den letzten Saisonspielen am seidenen Faden, sondern auch die Zukunft vieler Schlüsselspieler ist ungewiss. Während die Fans auf dem Rasen um den Aufstieg kämpfen, toben hinter den Kulissen hitzige Verhandlungen – und das mit nur noch wenigen Tagen bis zum 30. Juni, dem Stichtag für einige wichtige Verträge.

Vier abgänge drohen?
Die Liste der Spieler, deren Verträge auslaufen, liest sich wie ein Who's Who des almeríerischen Kaders: Arnau Puigmal, Álex Centelles, Leo Baptistao und der erfahrene Torwart Fernando Martínez stehen vor dem Absprung. Diese Personalien werfen einen langen Schatten auf die sportliche Planung für die kommende Saison, unabhängig davon, ob Almería in der Segunda División bleibt oder den Aufstieg feiert. Die Vereinsführung setzt weiterhin auf eine bewährte Strategie: Vertragsverlängerungen werden erst nach Abschluss der regulären Spielzeit offiziell gemacht.
Diese Taktik, die bereits im vergangenen Sommer bei den Verhandlungen mit Fernando und Chumi zum Tragen kam, sorgt zwar für Verwirrung, aber der Verein argumentiert damit, sich so von externem Druck freihalten zu können. Mohamed El Assy, der Geschäftsführer, hatte im Dezember Andeutungen gemacht, dass die Verlängerungen von Baptistao und Puigmal weit fortgeschritten seien. Beide Spieler fühlen sich in Almería wohl und würden idealerweise beim Verein bleiben.
Doch die Lage ist komplex. Besonders um Fernando Martínez ranken sich viele Fragen. Der Kapitän, einst eine feste Größe im Tor, hat in dieser Saison seinen Stammplatz an Andrés Fernández verloren. Seine Zukunft hängt stark vom sportlichen Verlauf ab – und die Zeichen stehen derzeit nicht besonders gut. Der Wunsch, seine Karriere in Almería zu beenden, ist zwar groß, aber die Realität sieht anders aus.
Auch die Situation von Álex Centelles ist angesichts des starken Auftritts von Álex Muñoz im linken Verteidigerbereich alles andere als rosig. Er kämpft um seine Einsatzzeiten und muss sich beweisen, wenn er seine Zukunft in Almería sichern will. Hinzu kommen die Leihspieler Miguel de la Fuente und André Horta, deren Verträge mit Optionen ausgestattet sind. Während die Kaufoption für De la Fuente im Falle eines direkten Aufstiegs bindend würde, scheint die Verpflichtung von Horta aufgrund mangelnder Spielpraxis unwahrscheinlich.
Die Entscheidung über De la Fuente könnte entscheidend sein. Der Stürmer hat in der Rückrunde mit starken Leistungen überzeugt und sich einen festen Platz im Team erobert. Der Verein zeigt sich offen für eine Weiterverpflichtung, und der Spieler selbst scheint ebenfalls Interesse zu haben. Almería steht somit vor einer spannenden und entscheidenden Phase – sowohl auf dem Platz als auch in den Verhandlungen. Die nächsten Wochen werden zeigen, welche Spieler den Verein verlassen und welche die Zukunft des Teams prägen werden.
Die Uhr tickt. Die Verhandlungen sind in vollem Gange. Und die Fans können nur hoffen, dass die sportliche Führung die richtigen Entscheidungen trifft, um den Aufstiegskampf erfolgreich zu beenden und den Kader für die nächste Saison optimal zusammenzustellen. Es ist ein Tanz auf dem Vulkan, aber die Chance auf die Primera División ist greifbar.
