Alba verpasst chance auf finaleinzug: nerven blankt in bamberg?
Bamberg – Zwei Matchbälle, versenkt in der lauten Halle. Alba Berlin hat in Bamberg eine Lehrstunde bekommen und die Chance auf den Finaleinzug in der BBL-Playoff-Serie gegen die Bamberg Baskets vergeben. Die Berliner, die in den vorherigen Spielen so souverän agierten, wirkten zunehmend verunsichert und ließen die Nerven die Oberhand gewinnen.
Ein lauter gegner, eine lautstarke halle
Die Bamberger Halle war am Samstagabend ein Hexenkessel. 5.700 Zuschauer trieben ihre Mannschaft an und sorgten für eine Atmosphäre, die den Berlinern sichtlich zu schaffen machte. Es war nicht nur die Lautstärke, sondern auch die Intensität des Spiels, die die Albatrosse aus dem Konzept brachte. Bamberg agierte von der ersten Minute an aggressiv und physisch, was Alba ungewohnt lange Probleme bereitete.
„Sie haben uns von der ersten Sekunde an gepresst und keine Luft zum Atmen gelassen“, sagte Albas Coach Pedro Calles nach dem Spiel. „Wir haben uns zu viele einfache Ballverluste geleistet und unsere Chancen nicht genutzt.“

Die nervosität macht sich breit
Besonders in der zweiten Halbzeit wurde deutlich, dass die Berliner mit dem Druck nicht umgehen konnten. Der Dreierwurf, der in den vorherigen Spielen noch so zuverlässig funktionierte, fand kaum noch den Weg ins Netz. Und auch an der Freiwurflinie präsentierte sich Alba alles andere als sicher. 13 Punkte ließen die Berliner an der Linie liegen – eine unglaubliche Statistik, die die Nervosität des Teams nur allzu deutlich widerspiegelt.
Martin Hermannsson, sonst einer der Schlüsselspieler der Berliner, wirkte frustriert und fand kaum zu seinem Spiel. Jack Kayil blieb ebenfalls blass. Die Bamberger Defense hielt Alba effektiv in Schach und zwang die Berliner zu vermeidbaren Fehlern.

Bamberg nutzt seine chance
Die Baskets hingegen nutzten ihre Chance reiflich aus. Angepeitscht von ihren Fans zeigten sie eine beeindruckende Leistung und kämpften um jeden Ball. Besonders die Defense der Bamberger war herausragend. Sie ließen Alba kaum Durchkommen und sorgten dafür, dass die Berliner ihre Spielzüge kaum umsetzen konnten.
„Wir haben heute einfach eine bessere Leistung gezeigt“, sagte Bamberger Coach Anton Gavel. „Wir haben hart gekämpft und unsere Chancen genutzt. Das Ergebnis ist verdient.“

Entscheidungspiel in berlin
Nun kehrt die Serie nach Berlin zurück. Am Dienstag treffen Alba und Bamberg in der Max-Schmeling-Halle aufeinander. Es ist das alles entscheidende Spiel, das über den Einzug ins Finale entscheidet. Alba steht vor einer großen Herausforderung. Die Berliner müssen ihre Nerven in den Griff bekommen und ihre Stärken wiederfinden, wenn sie die Chance auf den Finaleinzug nicht vergeben wollen. Das Publikum wird eine Rolle spielen, aber die Berliner müssen ihre Hausaufgaben machen und bereit sein, auf die Intensität des Bamberger Spiels zu antworten.
Die Entscheidung ist gefallen: Alba muss sich in Berlin wehren, um den Traum vom Finaleinzug nicht zu begraben. Die Spannung ist kaum auszuhalten.
