Coda verlässt sampdoria: rekordtorjäger blickt nach vorn
Genua – Ein Kapitel geht zu Ende: Massimo Coda, der Mann mit den 144 Treffern in der zweiten Liga, verlässt nach Ablauf seines Vertrags die Sampdoria. Der 37-jährige Stürmer hinterlässt eine beeindruckende Bilanz, doch der Abgang wirft auch Fragen auf: Kann jemand seinen Rekord jemals knacken?
Die jahre in liguria: kämpfen statt punkten
Zwei Jahre voller Abstiegskämpfe prägten Codas Zeit in Ligurien. Während die Fans ihn mit offenen Armen empfingen, war für den Routinier schnell klar: „Ich bin in einer Mannschaft, die gewinnen will, das ist meine Geschichte.“ Die bittere Wahrheit: Die Sampdoria präsentierte sich oft als eine Mannschaft, die mehr mit dem Verhindern des Abstiegs als mit dem Erreichen von sportlichen Zielen beschäftigt war.

Ein rekord, der glänzt – trotz allem
Trotz der schwierigen Umstände ließ Coda seine Torjägerqualitäten sprechen. 144 Tore in der Zweiten Liga – eine beeindruckende Zahl, die ihn zu einem wahren Rekordhelden macht. Doch der stolze Wert relativiert sich angesichts der Umstände. „Ich habe alle neun Tore in der Hinrunde erzielt“, bedauert Coda, „im Rückrunden war mir wenig zum Toreschießen vergönnt.“
Die Saison 2023/24 war von einer Reihe von technischen Entscheidungen geprägt, die Codas Einsatzzeiten begrenzten. Ein kleineres Verlesung spielte ebenfalls eine Rolle. „Ich war neun Mal in der Startelf, nur einmal die volle Spielzeit. Das ist schade, denn ich hätte es auf 15 Tore schaffen können.“

Mehr als nur tore: emotionen und wertschätzung
Coda blickt zurück auf eine turbulente Zeit in Genua. „Das Hinunterspielen war einfach, bei Sampdoria habe ich viel Liebe von den Fans gespürt.“ Die Sampdoria präsentierte sich in der vergangenen Saison mit der schlechtesten Offensive der Liga (35 Tore), was Codas neun Treffer umso wertvoller erscheinen lässt. Doch die fehlenden Chancen und die generelle Unfähigkeit, Konstanz zu zeigen, trugen dazu bei, dass die Erwartungen nicht erfüllt wurden.
Die Entlassung von Pirlo nach nur drei Spielen war ein weiterer Tiefpunkt. „Die Mannschaft war nicht gut genug, um zu gewinnen. Wir sind zu normalen Spielern geworden, die nur darauf aus sind, nicht zu verlieren.“

Die zukunft: neue herausforderungen, neue ziele
Nach seiner Zeit in Genua stellt sich die Frage: Wohin geht die Reise für den erfahrenen Stürmer? Coda ist optimistisch. „Ich habe noch einiges zu bieten. Ich will mich fit halten und hoffe, bald bei einem neuen Verein zu landen.“ Sein Ziel: Mehr als nur Tore schießen. „Ich will in einer Mannschaft spielen, die gewinnen will. Dann kann ich mein volles Potenzial entfalten.“
Mit 37 Jahren ist Coda kein Mann für wilde Spekulationen mehr. Er weiß, was er kann, und er weiß, was er will. Und wer weiß, vielleicht schreibt er seine Geschichte ja noch einmal neu – in einem neuen Verein, mit neuen Zielen und neuen Herausforderungen. Die Bundesliga kann sich freuen: Ein erfahrener Torjäger ist auf der Suche.
