Sotschi-gold bleibt bei shipulin: russischer biathlet verweigert rückgabe
- Olympia-drama um sotschi-gold: shipulin klammert sich an seine medaille
- Deutsche biathleten erhalten gold – doch shipulin blockiert
- Shipulins begründung: politik im sport
- Kontroverse aussagen aus russland
- Maigurov: kein druck auf athleten möglich
- Olympia mailand cortina 2026: aktuelle entwicklungen
- Weitere themen aus der biathlon-welt
Olympia-drama um sotschi-gold: shipulin klammert sich an seine medaille
Trotz der Aufforderung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) weigert sich der russische Ex-Biathlet Anton Shipulin, seine Staffel-Goldmedaille von den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi an das deutsche Team abzugeben. "Nein, wozu? Ich habe sie erkämpft. Sie ist meine, ich werde sie nicht zurückgeben", so der damalige Schlussläufer gegenüber dem russischen Sportfernsehsender "Match TV".

Deutsche biathleten erhalten gold – doch shipulin blockiert
Am Sonntag hatten die deutschen Biathleten Erik Lesser, Daniel Böhm, Arnd Peiffer und Simon Schemppnach zwölf Jahren endlich ihre Goldmedaillen für die Staffel von Sotschi erhalten. Die feierliche Übergabe fand vor fast 20.000 Zuschauern im ausverkauften Stadion von Antholz statt. Ursprünglich hatten die Deutschen Silber gewonnen, doch nach der Aberkennung des Sieges für das russische Team aufgrund der Dopingvergehen von Evgeny Ustyugov, rückten sie auf Platz eins vor.

Shipulins begründung: politik im sport
Anton Shipulin begründet seine Weigerung in einem Instagram-Post ausführlich. Er wirft dem IOC vor, die wichtigste Regel verletzt zu haben: "Sport hat nichts mit Politik zu tun". Hintergrund ist die erneute Teilnahme russischer und belarussischer Athleten unter neutraler Flagge bei den Winterspielen in Mailand und Cortina d'Ampezzo. Nur wenn Russland und Belarus ihre Flagge und Hymne zurückerhalten und nicht mehr unter "neutralem Status" gedemütigt werden, sei er bereit, Medaillen zurückzugeben.
Kontroverse aussagen aus russland
Nicht alle russischen Funktionäre sehen Shipulins Verhalten positiv. Der ehemalige Nationaltrainer Alexander Kasperovich hält eine Rückgabe der Medaillen für Pflicht. "Wir sind verpflichtet, die Medaillen zurückzugeben. Ich verstehe, dass die Jungs die Medaillen nicht abgeben wollen, aber es muss Gerechtigkeit geben. Wenn sie gegen die Regeln verstoßen haben, müssen sie sie zurückgeben", erklärte er "Match TV".
Maigurov: kein druck auf athleten möglich
Der russische Biathlon-Chef Viktor Maigurov argumentiert hingegen, sein Verband habe keine "rechtlichen Mittel, um die Athleten unter Druck zu setzen". Die vier Staffel-Läufer seien kontaktiert worden, hätten aber allesamt mit einem "Auf Wiedersehen!" reagiert, so Maigurov gegenüber "Match TV". Die Situation bleibt also angespannt und eine Lösung scheint derzeit in weiter Ferne zu liegen.
Olympia mailand cortina 2026: aktuelle entwicklungen
Die Weigerung Shipulins wirft ein schlechtes Licht auf die Integrität des Sports und die Umsetzung der Anti-Doping-Regeln. Während die deutschen Biathleten ihre wohlverdiente Goldmedaille feiern können, bleibt die Frage, wie mit dem Verhalten Shipulins und der Haltung anderer russischer Athleten umgegangen werden soll. Die bevorstehenden Olympischen Spiele in Mailand Cortina 2026 werden zeigen, ob das IOC eine klare Linie in dieser Angelegenheit verfolgen wird.
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