Enttäuschende olympia-form: deutsche kombinierer ohne medaillenchance?

Bittere realität für die deutschen kombinierer

Predazzo/Lago di Tesero – Die deutschen Nordischen Kombinierer steuern auf ihre ersten Winterspiele seit 2010 ohne Einzelmedaille zu. Nach einem enttäuschenden Auftaktbewerb von der Großschanze in Predazzo sind die Hoffnungen auf Edelmetall stark geschwunden. Besonders Vinzenz Geiger, der zweimalige Olympiasieger, konnte seine Erwartungen nicht erfüllen und hat kaum noch Chancen auf eine Medaille.

Geigers frustration über schwachen sprung

Geigers frustration über schwachen sprung

Geiger landete nur bei 120,5 Metern und geht als 18. mit einem Rückstand von 1:43 Minuten auf den führenden Japaner Ryota Yamamoto in den anschließenden 10-km-Skilanglauf in Lago di Tesero (ab 13.45 Uhr live auf ARD und Eurosport). „Das ist ein Witz“, zeigte sich Geiger frustriert. „Es ist sehr, sehr bitter, aber es war einfach nicht gut genug.“

Rydzek und schmid ebenfalls weit zurück

Rydzek und schmid ebenfalls weit zurück

Auch der erfahrene Johannes Rydzek, Olympiasieger von 2018, konnte mit seinem Sprung auf 123,5 Meter nicht überzeugen und liegt als 15. (+1:23) zurück. Dazwischen schob sich Team-Weltmeister Julian Schmid als 16. (+1:35). Die Konkurrenz scheint in dieser Disziplin stärker denn je.

Oftebro und lamparter als favoriten im rennen

Es zeichnet sich ein Zweikampf um den Olympiasieg zwischen dem Norweger Jens Luraas Oftebro und dem Österreicher Johannes Lamparter ab. Oftebro, bereits Goldmedaillengewinner von der Normalschanze, startet als Fünfter mit nur 22 Sekunden Rückstand. Es wird erwartet, dass er schnell zu Lamparter aufschließen wird, der als Zweiter nur 14 Sekunden vor ihm startet.

Enttäuschender start in die olympischen spiele

Die deutschen Kombinierer hatten bereits beim Auftaktbewerb von der Normalschanze keine Medaille erzielt. Der achte Platz von Rydzek war das beste Ergebnis. Die Aussichten auf eine erfolgreiche Medaillenbilanz bei diesen Winterspielen verschlechtern sich zusehends. Die Frage ist, ob es gelingt, im weiteren Verlauf der Wettkämpfe noch Boden gutzumachen.

Ein blick auf die bisherige bilanz

Hier eine Übersicht der besten deutschen Platzierungen bisher:

  • Vinzenz Geiger: 18. Platz (+1:43)
  • Johannes Rydzek: 15. Platz (+1:23)
  • Julian Schmid: 16. Platz (+1:35)

Die hoffnung auf den teamwettbewerb

Die letzten Hoffnungen ruhen nun auf den Teamwettbewerb. Ob die deutschen Kombinierer dort noch eine Medaille erreichen können, bleibt abzuwarten. Es wird entscheidend sein, als Team eine starke Leistung abzurufen und die Fehler der Einzelwettbewerbe zu vermeiden. Wir bleiben dran und berichten weiter!