Smarason springt auf barça-zug: islands magier folgt makuc nach

Janus Dadi Smarason packt wieder den Koffer. Nach nur zwei Jahren bei Pick Szeged unterschreibt der Isländer ab Sommer 2026 beim FC Barcelona – und rückt damit in die Nachfolge von Domen Makuc, der vorab den Wechsel nach Kiel verkündet hat.

Sechster stopp, erste kroönung: smarason will champions-league-titel

Sechster stopp, erste kroönung: smarason will champions-league-titel

Der 31-Jährige kennt Nord-, Ost- und Mitteleuropa – doch die Iberische Halbinsel wird zur neuen Heimat. In Barcelona erhält er einen Vertrag bis 2029. „Als sie anriefen, war die Entscheidung getroffen“, sagt Smarason. „Barça ist der größte Club der Welt.“

Die Katalanen loben in ihrer Mitteilung einen „herausragenden Spielmacher in seiner Blütezeit“. Tatsächlich trägt Smarason bereits fünf nationale Meistertitel aus drei Ländern im Gepäck. Die Krönung fehlt: die ChampionsLeague. Genau diesen Pokal haben die Blaugrana zuletzt 2021 geholt und wollen zurück auf Europas Thron.

Für Szeged bedeutet der Abgang einen herben Verlust. Der Linkshänder lieferte in dieser Saison 114 Treffer und 74 Assists in 28 Pflichtspielen. Sein Weggang zwingt Sportdirektor Zoltán Bíró, den Kader neu zu justieren – und das, obwohl der Klub gerade erst mit Smarason und Spitzenzugang Kentin Mahé die Playoff-Anschlüsse an Europas Elite suchte.

Smarason selbst brennt auf das Kapitel Barça. „Ich bringe Mentalität und Erfahrung in eine bereits erfolgreiche Mannschaft“, kündigt er an. Gemeint ist das offensive Kombinationsspiel von Coach Antonio Carlos Ortega, das in den vergangenen Jahren selbst große Rivalen wie Paris oder Kielce in den Wahnsinn trieb.

Der Umzug ist auch ein Statement des isländischen Verbandes. Mit Gísli Þorgeir Kristjánsson in Portland, Elvar Örn Jónsson in Hannover und jetzt Smarason in Barcelona exportiert das kleine Handball-Land seine Talente in die stärksten Ligen – und sammelt internationale Erfahrung für die nächste WM 2027 in Deutschland.

Smarasons Karriere liest sich wie ein Road-Atlas: Aalborg, Göppingen, Kolstad, Magdeburg, Szeged – und nun Barcelona. Sechs Stationen, ein Ziel: der ganz große Pokal. Wenn er 2029 die Segel streicht, wird der Isländer 34 sein. Genug Zeit, um Geschichte zu schreiben. Und vielleicht endlich auch, die Königsklasse zu küren.