Senegal büxt: afrika-cup 2025 jetzt doch an marokko – wegen handtuch-zauber

Der Senegal hat seinen Pokal wieder abgeliefert. Zweieinhalb Monate nach dem Finale in Rabat revidierte die CAF das 0:1 und wertete den Senegal-Klub 3:0 – und das, obwohl Millionen live gesehen hatten, wie Brahim Diaz seinen Löffel-Elfmeter selbst ins Mittelmaß schoss. Der Grund: eine Protest-Rückkehr, ein vermeintliches Handtuch-Ritual und ein Schiedsrichter, der plötzlich doch falsch gepfiffen haben soll.

Was wirklich in der 98. minute passierte

Ecke für Marokko, acht Minuten Nachschlag längst abgelaufen. Hakimi geht zu Boden, der Kongolese Ndala schaut sich die TV-Bilder an und zeigt auf den Punkt. Die Senegalesen sehen Rot, Pape Thiaw wirft seine Mannschaft in die Kabine. Sadio Mané bringt sie zurück – und genau das ist es, was die Juristen später als „Spielabbruch“ werten. Denn als Diaz den Ball kurvte, stand Mendy wie angewurzelt, fing ab, und die Party in Dakar begann. Doch die CAF nahm den Vorwurf der Marokkaner ernst: Die Rückkehr sei ein Regelbruch, der Treffer von Gueye in der Verlängerung zähle nicht. 3:0, Titel an den Gastgeber.

Das handtuch, das keiner anrühren durfte

Das handtuch, das keiner anrühren durfte

Warum plötzlich ein Dutzend Balljungen Mendy umkreiste? Weil sein weißes Handtuch als Voodoo-Amulett gilt. Hakimi schleuderte es hinter die Werbetafel, Diouf fischte es zurück, Saibari versperrte den Weg – kurz: Neben dem Platz tobte ein Nebenkriegsschauplatz, während auf dem Rasen die Verlängerung lief. Die CAF erwähnte das Handtuch nicht im Urteil, doch in marokkanischen Medien kursiert seit Wochen das Gerücht, Mané habe mit dem Fetisch „ungesetzliche Mentalkriegsführung“ betrieben.

Die folgen: afrika spielt weiter, afrika lacht nicht mehr

Die folgen: afrika spielt weiter, afrika lacht nicht mehr

Für den Senegal bedeutet die Entscheinung nicht nur den Verlust des zweiten Titels, sondern auch ein Haftungsverfahren: Die CAF fordert Schadenersatz für entgangene TV-Prämien. Marokko darf dagegen als 2030-Weltcup-Mitgastgeber mit einem Pokal im Schrank planen – obwohl die eigene Fanschar am 18. Januar noch Tränengas schluckte. Und Brahim Diaz? Der muss in Manchester erklären, warum sein Schuss aussah, als hätte er ihn absichtlich in die Arme von Mendy gespielt. Die Antwort lautet: „Only in Africa“. Nur dass diesmal keiner lacht.