Malen schießt roma in die champions league – 11 tore in 15 spielen

15 Spiele, 11 Treffer, ein Traum. Donyell Malen hat die Roma nicht nur angeheizt, er hat sie entfacht. Jetzt geht’s gegen Parma – und wieder hängt alles an ihm.

Gasperinis feuerlöscher wird zum brandbeschleuniger

Der Trainer wollte ihn im Winter um jeden Preis. Kein Wunder: Ohne Malen schoss die Roma in den Wochen zuvor nur mit Mühe ins Tor, mit ihm trifft sie aus jedem Winkel. Gegen Juventus hat sein Trio David, Vlahovic und Openda zusammen genommen fünf Tore weniger auf dem Konto als der Niederländer allein. Die Konkurrenz schaut neidisch, die Kurve jubelt sich heiser.

Doch Zahlen lügen nie. 0,73 Treffer pro Partie – das ist Batistuta-Niveau. 2001 netzte der Argentinier nach 15 Spielen dreizehnmal ein, zwei mehr als Malen. Die Lücke ist klein, der Anreiz riesig. Ein Tor im Tardini, und er schreibt sich ein Stück Klubgeschichte.

Gestoppt wurde er zuletzt nur gegen Florenz, wo er statt zu treffen drei Vorlagen servierte. „Assist-Man“ stand in den sozialen Netzwerken, doch Malen selbst lachte nur: „Tore kommen, wenn die Mannschaft gewinnt.“ Gasperini ließ ihn danach individuell schuften, die Oberschenkel sollten frisch bleiben, der Blick nach vorn.

Der weltcup wartet – und die 25-millionen-klausel

Der weltcup wartet – und die 25-millionen-klausel

Ronald Koeman sitzt in Amsterdam vor dem Laptop. Er sieht einen Stürmer, der sich wie ein Boxer bewegt: kurze Ausfallschritte, abrupte Richtungswechsel, keine verschossene Chance. Für die WM will er ihn von Anfang an auflaufen lassen. Malen spürt den Druck – und genießt ihn.

Parallel arbeitet die Roma an der Kaufoption. 25 Millionen Euro stehen im Leihvertrag, ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass der Markt Mittelstürmer mit 25 Jahren sonst doppelt so teuer taxiert. Die Fans sammeln bereits per Crowdfunding, die Friedkins signalisieren grünes Licht. Keine Formalie, sondern Formsache.

Paulo Dybala schielt auf seinen Einsatz, doch gegen Parma dürfte Soulé beginnen. Der Argentinier will sich beweisen, bevor möglicherweise ein Sommer-Abgang folgt. Malen dagegen ist längst angekommen. Er trägt nicht nur die Neun, er trägt die Erwartung einer ganzen Stadt.

Am Ende bleibt eine einfache Wahrheit: Wenn Malen trifft, fliegt die Roma. Trifft er nicht, bleibt sie stehen. 90 Minuten Parma, danach Derby und Verona. Die Rechnung ist denkbar leicht: neun Punkte, und die Champions League ist kein Traum mehr, sondern Programm.