Süles verrückte gewichts-taktik: sauna mit regenjacke!

Niklas Süle, der bald seine Karriere beendet, hat im Podcast „Spielmacher“ eine Geschichte enthüllt, die selbst eingefleischte Fußballfans überraschen dürfte: Um sein Gewicht beim FC Bayern zu kontrollieren, griff er zu den schier unglaublichsten Methoden. Ein Geständnis, das nicht nur für Insider brisant ist, sondern auch einen Blick hinter die Kulissen des Profifußballs wirft.

Die spirale des gewichtsmanagements

Das Thema Gewicht begleitete Süle offenbar schon seine gesamte Karriere. Besonders während seiner Zeit in München soll der Druck enorm gewesen sein. Regelmäßige Wiege-Termine am Donnerstag waren Routine – und Süle reagierte darauf mit einem Fasten am Mittwoch. „Ich habe am Mittwoch nichts gegessen, nichts. Immer gefastet“, schilderte der Innenverteidiger offen. Doch damit war die Masche noch nicht zu Ende.

Ein absurder Schachzug: Um sein Gewicht kurzfristig weiter zu reduzieren, soll Süle sogar in der Sauna mit Regenjacke verbracht haben. „Und ich bin abends bei mir daheim noch in die Sauna. Mit Regenjacke! Und habe am nächsten Tag 2,5 Kilo weniger gehabt.“ Eine Methode, die so bizarr ist, dass sie fast unglaublich wirkt. Und doch, die Realität übertraf die Fantasie: Nach einem solchen Saunagang soll er „zehn Minuten aus dem Fenster geatmet“ haben, weil er befürchtete, ohnmächtig zu werden.

Jupp heynckes

Jupp heynckes' ungläubiger kommentar

Der Fall erreichte seinen Höhepunkt, als der legendäre Trainer Jupp Heynckes nach einem schwachen Spiel Süles Gewicht kritisierte. Süle setzte seine Sauna-Routine fort, obwohl sich sein Gewicht kaum verändert hatte. „Ich habe gespielt, wir haben gewonnen und er sagte: ‚Ja guck, jetzt haste viel besser gespielt.‘ Ich hatte aber genau das gleiche Gewicht.“ Eine Situation, die die Absurdität des damaligen Gewichtsmanagements verdeutlicht. Es zeigt, wie sehr sich die Spieler unter Druck fühlten und zu welchen Extremen sie bereit waren, um den Erwartungen gerecht zu werden.

Süles Karriere ist bemerkenswert. Fünf Meistertitel, der Gewinn der Champions League 2020 und 49 Länderspiele für Deutschland sprechen für sich. Doch diese Anekdote zeigt, dass hinter dem Erfolg oft ein enormer persönlicher Preis steckt. Die Verletzung beim BVB-Spiel in Hoffenheim machte ihm letztendlich die Entscheidung für das Karriereende leicht. Der 30-Jährige blickt zurück und sagt: „Ich weiß, was ich hätte besser machen können. Ich weiß aber auch, dass sehr viel mehr gut als schlecht war.“