Scl tigers schlagen doppel-coup: pettersson und dahlen kommen aus timra

Langnau schlägt zu. Mit Emil Pettersson und Jonathan Dahlen landen die SCL Tigers zwei schwedische Top-Scorer, die in der SHL schon länger für Furore sorgen. Pettersson, 32, traf in der vergangenen Saison 15-mal und legte 31 Assists auf. Dahlen, sein Assistenz-Captain, sammelte sogar 55 Punkte. Beide lösen ihre Ausstiegsklauseln bei Timra und wechseln in die National League.

Der Deal ist mehr als ein Transfer – er ist ein Statement. Während Biel und Bern mit dicken Scheckbüchern warteten, entschied sich Pettersson für das Emmental. Grund: das Vereinsklima. In Langnau redet man nicht nur über Teamgeist, man lebt ihn. Das zahlt sich nun aus.

Warum die tigers jetzt zugreifen

Warum die tigers jetzt zugreifen

Die Tigers haben in den letzten Jahren verpasst, was sie in der Jugend hatten: Torgefahr. Mit Pettersson und Dahlen holen sie genau das zurück – und noch mehr. Pettersson bringt Erfahrung aus über 400 SHL-Spielen, Dahlen den Biss eines Kapitäns, der in jedem Zweikampf noch mal zulegt. Gemeinsam erzielten sie 70 Prozent aller Timra-Tore in der Powerplay-Saison 2023/24. Das ist keine Verstärkung, das ist ein Upgrade.

Intern spricht man offen von „Playoff-Klima“ schon im Sommer. Das Management um Sportchef Pascal Müller hat die Lücke zwischen Anspruch und Realität erkannt – und geschlossen. Die Fans reagierten innerhalb von Minuten auf Social Media: „Endlich wieder Hoffnung“, lautet der Tenor. Der Vorverkauf für die Saison 2024/25 ist bereits um 38 Prozent gestiegen.

Die Liga beobachtet das Geschehen mit gemischten Gefühlen. Langnau galt als Aufbau-Projekt, jetzt stellt sich die Frage: Wie weit kann das Team mit zwei Schweden-Importen gehen? Die Antwort kommt am 13. September, wenn die Tigers in der ersten Runde gegen Zug antreten. Dann wird sich zeigen, ob Pettersson und Dahlen nur Namen sind – oder der neue Motor des Emmentals.