Sc freital: tabellenführung verloren, aber nicht die hoffnung!

Der Traum vom Aufstieg in die Regionalliga scheint für den SC Freital zwar etwas weiter entfernt, doch die Stimmung im Team ist alles andere als gedrückt. Nach einer schwachen Phase mit nur einem Punkt aus vier Spielen und dem Verlust der Tabellenführung an den RSV Eintracht 1949 Stahnsdorf, zeigt sich die Mannschaft von Trainer Christopher Beck von ihrer besten Seite – kämpferisch und selbstkritisch.

Die hinrunde als überraschungspaket

Die Saison begann für den SC Freital wie ein Märchen. Überraschend dominierten die Sachsen die Oberliga NOFV-Süd und hielten bis Ende März die Tabellenführung. Doch die Gegner haben sich mittlerweile auf das Spiel der Freitaler eingestellt. „Dass wir in der Hinrunde so gut performt haben, war natürlich auch für alle anderen in der Liga eine Überraschung“, erklärt Beck. „Da ist einfach vieles gelungen, da standen wir ein Stück weit besser in der Abwehr und haben oft zur richtigen Zeit den Lucky Punch gesetzt.“

Die aktuelle Situation fordert ihren Tribut. Es ist nicht nur die Tatsache, dass die Mannschaft die Tabellenführung abgegeben hat, sondern auch die Art und Weise, wie die letzten Spiele verloren gingen. Drei Niederlagen in Folge gegen Auerbach, Plauen und Lok Stendal – jeweils mit nur einem Tor Differenz – zeigten, dass die Abwehr anfälliger geworden ist und die Offensive nicht mehr die gleiche Durchschlagskraft besitzt.

Mehr als nur taktik: eine frage der mentalität

Mehr als nur taktik: eine frage der mentalität

Trainer Beck sieht die Ursachen für den Leistungsabfall jedoch nicht nur in taktischen Fehlern. „Uns ist etwas die Leichtigkeit und Lockerheit verloren gegangen“, räumt er ein. „Das spielt bei dem ein oder anderen, der noch nie in so einer Situation war, wo es darum geht, den Titel zu holen und in den halbprofessionellen Bereich aufzusteigen, sicher mit rein.“ Der Druck, den Titel zu gewinnen, scheint die jungen Spieler zu belasten.

Um die Mannschaft wieder in die Spur zu bringen, setzt Beck auf ungewöhnliche Methoden. Neben dem regulären Training werden nun auch Yoga-Kurse und Saunaabende angeboten. „Die Jungs gehen selbst sehr kritisch mit den Ergebnissen um“, betont Beck. „Am Ende gewinnen wir zusammen, verlieren zusammen und wollen auch zusammen aus dem Tal rauskommen.“

Die Tabelle lügt nicht: Stahnsdorf führt aktuell mit vier Punkten Vorsprung bei einem Spiel weniger. Doch der SC Freital will sich davon nicht entmutigen lassen. Das letzte Saisonspiel am 30. Mai in Stahnsdorf wird entscheidend sein.

„Wir müssen dahin kommen, das zu schätzen, was wir schon geschafft haben, und möglichst schon in Heiligenstadt wieder die Kurve kriegen“, fordert Beck. Die Aufgabe ist klar: Die Leichtigkeit zurückgewinnen, die Abwehr stabilisieren und die Offensive wieder in Schwung bringen. Nur so hat der SC Freital eine Chance im Aufstiegskampf zu bestehen. Das Team muss nun beweisen, dass der Rückschlag nur eine vorübergehende Schwäche war und die vergangene Erfolgsgeschichte nicht länger als eine schöne Erinnerung bleiben muss.