Salzburgs cup-hoffnungen: grabovac blickt trotz verletzung nach vorne

Rot-weiß-rote Tränen sind vorerst passé: Sara Grabovac, das junge Talent von Red Bull Salzburg, blickt trotz ihrer schweren Knöchelverletzung optimistisch in die Zukunft. Während ihr Team am Samstag im Cup-Halbfinale gegen den LASK zum vorläufigen Höhepunkt der Saison steht, schwingt die 17-Jährige als Fan die Fäustchen – und gibt im exklusiven Gespräch Einblicke hinter die Kulissen des überraschend erfolgreichen Aufstiegs der Salzburgerinnen.

Die umstellung auf salzburg: mehr als nur top-bedingungen

Die Übernahme des FC Bergheim durch Red Bull Salzburg war für die Spielerinnen eine einschneidende Veränderung. Grabovac schildert: „Es war auf jeden Fall eine Umstellung, aber eine gute. Wir wussten, dass Red Bull keine halben Sachen macht, und die Top-Bedingungen stimmen wirklich.“ Vom ersten Moment an war klar: Salzburg wollte nicht nur Bundesliga spielen, sondern auch entwickeln. Der Fokus lag und liegt auf der individuellen und mannschaftlichen Weiterentwicklung – ein Ansatz, der sich auszahlt.

Ein junges Team mit großer Entwicklung.

Die Erwartungen wurden übertroffen, das ist understatement. Viele sahen das vierte Meistergruppen-Ticket bei Altach, doch Salzburg zog überraschend nach. Wann realisierte man, dass die Top-4-Platzierung doch erreichbar sind? „Wir haben die letzten Spieltage auf die Tabelle geschaut und gerechnet. Aber erst am letzten Spieltag des Grunddurchgangs wurde es wirklich klar“, so Grabovac. Ein Quäntchen Glück mit den Parallelspielen trug ebenfalls dazu bei, dass der Traum vom Aufstieg in die Meistergruppe wahr wurde.

Teamgeist und offensive power: salzburgs erfolgsrezept

Teamgeist und offensive power: salzburgs erfolgsrezept

Die Atmosphäre im Team wird von Grabovac als „richtig gut“ beschrieben. „Wir lachen viel, haben eine tolle Zeit – sowohl auf als auch neben dem Platz.“ Mit einem Durchschnittsalter von 21 Jahren und zwölf Spielerinnen unter 19 Jahren ist Salzburg ein junges und dynamisches Team. Die erfahrenen Spielerinnen sorgen für Stabilität und bieten Unterstützung – eine ideale Mischung für den Erfolg.

Die Offensive der Salzburgerinnen beeindruckt mit ihrer Variabilität: Zwölf verschiedene Torschützinnen in der laufenden Saison, darunter vier Spielerinnen mit vier oder mehr Treffern. „Unsere Spielphilosophie spiegelt das wider: Keine kann sich zurücklehnen, jede muss ihre Aufgaben erledigen. Wir geben immer Vollgas und marschieren Richtung Tor.“ So erzielte Grabovac erst kürzlich beim 4:2 gegen die SPG Südburgenland/Hartberg ein spektakuläres Tor nach einer Ecke – ein Treffer, der zwar nicht geplant war, aber das offensive Engagement des Teams perfekt illustrierte.

Europacup-ambitionen und das cup-halbfinale

Europacup-ambitionen und das cup-halbfinale

Der Rückstand auf Sturm Graz, den dritten Platz, beträgt zwar sechs Punkte, doch Grabovac und ihr Team geben sich nicht auf. „Wir versuchen, in jedem Spiel den Gegner zu ärgern. Wenn wir mutig auftreten, können wir es schaffen.“ Das Halbfinale gegen den LASK ist ein weiteres Highlight. Nach zwei Siegen in der Liga sind die Salzburgerinnen gegen die Athletikerinnen ungeschlagen. „Es wird kein einfaches Spiel, beide Mannschaften werden alles geben. Wir dürfen nicht mit 99 Prozent in die Partie gehen – das wird nicht reichen.“

Währenddessen hat Salzburgs U20 zum zweiten Mal in Folge den Titel in der Future League gewonnen. Ein Zeichen dafür, dass die Jugendarbeit im Klub auf soliden Füßen steht.

Grabovacs Blick richtet sich nun auf ihre Genesung. „Jetzt liegt der Fokus darauf, dass die Verletzung gut verheilt und ich mich wieder zurückarbeite.“ Die Zukunft wird zeigen, welche Ziele sie als Spielerin noch verfolgt – eines ist jedoch sicher: Sara Grabovac wird alles dafür geben, wieder auf dem Platz zu stehen und Red Bull Salzburg zu unterstützen.