Ronaldo-effekt: saudi-league katapultiert stars zurück in die nationalmannschaft!

Cristiano Ronaldo hat mit seinem Wechsel in die Saudi Pro League nicht nur den arabischen Fußball revolutioniert, sondern auch eine überraschende Debatte ausgelöst: Können Spieler, die in der Liga spielen, weiterhin für ihre Nationalmannschaften berücksichtigt werden? Lange Zeit galt der Trend als gesetzt – ein Abstecher ins Königreich bedeutete das Ende der internationalen Karriere. Doch die jüngsten Ereignisse zeigen: Diese Annahme war zu kurzsichtig.

Die wende: nationaltrainer erkennen das potenzial

Die wende: nationaltrainer erkennen das potenzial

Als Cristiano Ronaldo im Sommer 2023 zu Al-Nassr stieß, waren viele Experten skeptisch. Sie bezweifelten, dass der portugiesische Superstar noch einmal in Topform für die Seleção abliefern könnte. Doch Ronaldo hat das Gegenteil bewiesen und weiterhin eine tragende Säule der portugiesischen Nationalmannschaft gebildet. Dieser Umstand hat die Denkweise vieler Nationaltrainer weltweit nachhaltig verändert. Es wird zunehmend offensichtlich, dass die Saudi Pro League nicht automatisch ein Karriere-Ende bedeutet, sondern eine Bühne für Top-Leistungsträger sein kann.

Ein Beispiel ist der englische Stürmer Ivan Toney. Sein Engagement bei Al-Ahli führte zunächst zu Zweifeln, ob er überhaupt noch eine Chance auf eine Rückkehr in die Three Lions hat. Doch Bundestrainer Gareth Southgate war von Toneys Qualitäten überzeugt und berücksichtigte ihn für die WM-Vorbereitungen. Die Entscheidung wurde von vielen überrascht, aber Southgate betonte Toneys „natürliche Präsenz im Strafraum“ und seine Fähigkeiten im Abschluss und bei Standardsituationen. Das ist ein klares Signal: Talent und Form zählen, unabhängig vom Ligaverband.

Auch in Frankreich, Spanien, Brasilien und Curazao gibt es ähnliche Beispiele. N'golo Kanté, Merih Demiral, Roger Ibáñez und viele andere Spieler, die in der Saudi Pro League aktiv sind, wurden wieder in ihre Nationalmannschaften berufen. Luis de la Fuente, der spanische Nationaltrainer, brachte es auf den Punkt: „Jugar en Arabia no es excluyente. Prefiero un equipo que haga 90 minutos en Arabia que no uno que haga 15/20 en la Premier.“ – Spielen in Saudi-Arabien schließt eine Nationalmannschaftskarriere nicht aus. Ich bevorzuge ein Team, das 90 Minuten in Saudi-Arabien spielt, als eines, das 15/20 Minuten in der Premier League macht.

Die Liste der internationalen Top-Spieler, die in der Saudi Pro League aktiv sind, wird ständig länger. Neymar, Benzema, Milinkovic-Savic und viele andere Stars haben sich dem Abenteuer in Saudi-Arabien angeschlossen. Und solange sie ihre Leistung bringen, werden sie auch weiterhin für ihre Nationalmannschaften berücksichtigt werden. Es ist ein Beweis dafür, dass der Fußball sich wandelt und neue Wege geht.

Die Saudi Pro League hat sich von einem Exot zu einer ernstzunehmenden Liga entwickelt, die nicht nur finanziell, sondern auch sportlich beeindruckt. Und sie hat bewiesen, dass eine Liga im Nahen Osten den europäischen Top-Ligen ebenbürtig sein kann – zumindest, was die Entwicklung von Nationalspielern betrifft.