Ferrero: sinner könnte alcaraz den kampf ansagen!

Ein überraschendes Gerücht kursiert in der Tenniswelt: Juan Carlos Ferrero, der ehemalige Coach und Mentor von Carlos Alcaraz, könnte eine neue Herausforderung annehmen – und zwar beim größten Rivalen seines ehemaligen Schützlings, Jannik Sinner. Ferrero äußerte sich in einem Interview mit dem „Corriere della Sera“ zu der Möglichkeit und ließ die Tür für ein solches Engagement offen.

Die alcaraz-zeit: erfolg und spannungen

Ferrero führte Alcaraz jahrelang zum Erfolg, formte ihn zum Weltranglistenersten und sechsmaligen Grand-Slam-Sieger. Ihre Zusammenarbeit endete jedoch abrupt im Dezember 2025, offenbar aufgrund unterschiedlicher Trainingsansichten. Diese Trennung, so Ferrero, habe ihn lange davon abgehalten, über ein Engagement für einen anderen Spieler nachzudenken. „Noch vor ein paar Monaten hätte ich Nein gesagt“, gestand er.

Doch Sinner, so Ferrero, besitze eine beeindruckende Einstellung und den unbedingten Willen, an der Spitze zu bleiben. „Ich mag seine Einstellung. Es wäre wunderbar, ihn zu trainieren“, erklärte der 46-Jährige.

Alcaraz vs. sinner: ein kopf-an-kopf-rennen

Alcaraz vs. sinner: ein kopf-an-kopf-rennen

Obwohl die Trennung von Alcaraz schmerzhaft war, sieht Ferrero seinen ehemaligen Schützling im direkten Vergleich mit Sinner immer noch leicht vorne. „Sie liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Wenn Carlos bei 100 Prozent ist, ist er etwas stärker – so 55 zu 45 Prozent.“ Allerdings ist Alcaraz aktuell durch eine Handgelenksverletzung ausgebremst, die ihn für die French Open und Wimbledon ausfällt.

Ferrero betonte, dass die Trainingsmethoden mit Alcaraz stets darauf ausgerichtet waren, Sinner zu besiegen. „Die Verbesserungen waren also ganz speziell auf Sinner zugeschnitten.“ Er hob Sinners außergewöhnliche Lernfähigkeit hervor und erinnerte an dessen erstes ATP-Match gegen Alcaraz in Paris-Bercy 2021, bei dem der Italiener ausschließlich Diagonalschläge spielte. „Er ist ein Schwamm – er lernt schnell“, lobte Ferrero.

Dass Sinner, der von einem ehemaligen Coach seines größten Rivalen profitieren könnte, zu noch größerer Leistung findet, wäre für Alcaraz eine zusätzliche Herausforderung. Die Tenniswelt wird gespannt beobachten, ob Ferrero tatsächlich eine Rolle im Team von Sinner übernehmen wird und ob dies das Duell der beiden Top-Talente weiter anheizen wird. Es bleibt abzuwarten, ob der Südtiroler mit dem Wissen eines der besten Trainer der Gegenwart den entscheidenden Vorteil erringen kann.