Riazor bebt geschichte: spanien kehrt ins coruñesische stadion zurück

Siebenmal betritt die spanische Nationalmannschaft heute Abend das legendäre Estadio Riazor in A Coruña – ein Ort, der untrennbar mit dem Aufstieg der Furia Roja verbunden ist. Vier Siege und zwei Unentschieden, beide gegen Portugal, prägen die Bilanz Spaniens in dieser einzigartigen Stadt.

Die ersten schritte der selección: eine galizische verbindung

Die ersten schritte der selección: eine galizische verbindung

Die Geschichte Spaniens ist mit A Coruña verwoben, und das seit den frühen Tagen des Fußballs. Juan Monjardín, der erste Coruñés im Nationaltrikot (1:2 gegen Portugal, 17. Dezember 1922), verkörperte zwar einen Madrilenen, doch sein galizischer Ursprung schuf einen ersten, unsichtbaren Faden zwischen der Selección und dem Nordwesten Spaniens.

Es war im Estadio Riazor, benannt nach dem legendären Präsidenten des Real Madrid, Santiago Bernabéu, dass diese Verbindung zu einem unvergesslichen Moment wurde. Am 21. Juni 1964 schrieb Spanien Fußballgeschichte, als es im Finale der Europameisterschaft die Sowjetunion mit 2:1 besiegte und damit seinen ersten von vier EM-Titeln errang – mehr als jedes andere Land. Und A Coruña war dabei. Tatsächlich waren von den elf Spielern, die Trainer Villalonga aufbot, drei gebürtige Coruñeses.

Luis Suárez Miramontes, der einzige spanische Ballon d'Or Gewinner bis zur Wiederholung durch Rodri im Jahr 2024, führte die Mannschaft an. Sein Treffer, ein Kopfball, besiegelte den Sieg. Es war sein 27. Einsatz im Nationaltrikot, nachdem er bereits 1957 im Freundschaftsspiel gegen Holland sein Debüt gegeben hatte – demselben Spiel, in dem auch Alfredo Di Stéfano sein erstes Länderspiel bestritt. An seiner Seite spielten zwei weitere Coruñeses: Amancio Amaro, der im Viertelfinale seine erste Partie bestritt, und Marcelino Martínez Cao, dessen später Treffer das Stadion in Ekstase versetzte.

Marcelino, geboren in Ares, erzielte das entscheidende Tor, ein Kopfball nach einer Flanke von Pereda, der Lev Yashin, den legendären Torwart der Sowjetunion, keine Chance ließ. Ein Bild, das in die Geschichte des spanischen Fußballs eingegangen ist. Amancio, der erst sein siebtes Länderspiel bestritt, war als Kapitän eine feste Größe in der Mannschaft.

Für das heutige Spiel gegen Irak wird es wieder einen Coruñés im Trikot der Selección geben, auch wenn er für den Celta Vigo spielt: Borja Iglesias, geboren in Santiago de Compostela. Ein Zeichen dafür, dass die Verbindung zwischen A Coruña und der Nationalmannschaft weiterhin besteht.

Die Erinnerung an 1964 und die glorreiche Zeit um Luis Suárez, Amancio und Marcelino ist in Riazor lebendig und wird auch heute Abend die Spieler beflügeln. Es ist mehr als nur ein Stadion; es ist ein Denkmal des spanischen Fußballerfolgs.