Berrettini bricht ab, cobolli stürmt ins halbfinale – sensation in paris!

Paris liegt am Boden. Matteo Berrettini, der Wimbledon-Finalist von einst, musste sein Viertelfinalspiel bei den French Open gegen Landsmann Matteo Arnaldi aufgrund von Schmerzen abbrechen. Ein herber Schlag für den italienischen Tennisstar und ein dramatischer Wendepunkt für Flavio Cobolli, der zuvor eine Sensation perfekt machte.

Cobolli bezwingt auger-aliassime nach kampf

Die Sonne brannte, der Wind pfiff – und Flavio Cobolli spielte den Auftritt seines Lebens. Der Weltranglisten-14. bezwang Félix Auger-Aliassime, den an Position vier gesetzten Kanadier, in einem packenden Kampf mit 4:6, 6:4, 6:4, 6:4. Ein Ergebnis, das selbst Tennislegende Boris Becker staunen ließ. „Ich habe gemerkt, dass es die Chance meines Lebens ist“, sagte ein überwältigter Cobolli nach dem Match.

Die äußeren Bedingungen machten den Profis zu schaffen. Der Wind auf dem Court Philippe-Chatrier war unberechenbar, wie Becker anmerkte: „Das wird eine schwierige Geburt heute. Man kann den Spielern keinen Vorwurf machen.“ Auger-Aliassime kam zunächst besser mit den Verhältnissen zurecht und ging im ersten Satz mit 6:4 die Nase vorn. Doch Cobolli zeigte Moral, kämpfte sich zurück ins Spiel und nutzte die zunehmende Erschöpfung seines Gegners geschickt aus. Das geschlossene Dach im weiteren Verlauf des Matches half ihm zusätzlich.

Berrettinis Schmerzen werden zum Problem

Während Cobolli seine Sensation gegen Auger-Aliassime feierte, hatte Berrettini mit zunehmenden körperlichen Problemen zu kämpfen. Bereits im ersten Satz spürte er Schmerzen, die sich im Verlauf des Matches verstärkten. Er humpelte über den Court, bevor er schließlich beim Stand von 5:7, 2:5 aufgeben musste. „Es tut mir in der Seele weh“, kommentierte Berrettini enttäuscht seine Aufgabe. Er hoffe, dass es sich nicht um eine ernsthafte Verletzung handelt und müsse die nächsten Tage abwarten. Die Verletzung trat anscheinend bei Aufschlägen und Vorhand-Schlägen auf.

Arnaldi zeigte sich nach seinem Sieg über Berrettini sichtlich berührt: „Er hat ein unglaubliches Turnier gespielt. Es tut mir leid für ihn. Ich hoffe, er erholt sich.“

Italienisches halbfinale – ein historischer moment

Italienisches halbfinale – ein historischer moment

Das Halbfinale der French Open wird somit ein rein italienisches Duell zwischen Flavio Cobolli und Matteo Arnaldi. Ein historischer Moment für das italienische Tennis, denn zum ersten Mal überhaupt stehen zwei italienische Spieler bei einem Grand-Slam-Turnier im Halbfinale gegenüber. Cobolli übertraf damit sein bisheriges bestes Grand-Slam-Ergebnis, das er 2025 mit dem Viertelfinale in Wimbledon erreicht hatte.

Becker bilanzierte nach Cobollis Sieg: „Der Sieg geht in Ordnung. Nach einem verlorenen ersten Satz und einem 1:3-Rückstand hat er sich zurückgekämpft. Es tat dem Match gut, dass das Dach geschlossen wurde.“

Cobolli wird sich nun auf das Halbfinale konzentrieren müssen, auch wenn er sich keine allzu großen Feierlichkeiten gönnt: „Ich gehe mit meinen Freunden zum Abendessen und dann gehe ich ins Bett und schlafe.“ Ein verdienter Ruhestand nach einer Woche, die seinen Namen in die Tennisgeschichte eingehen lassen wird.