Racing santander stolpert in den aufstiegskampf – april wird zum zittermonat

Zwei Spiele, null Tore, nur noch ein Punkt Vorsprung: Der Real Racing Club hat seine erste kleine Krise in der Saison erwischt. Nach dem 0:2 bei Zaragoza folgte die zweite Pleite in Folge – und plötzlich atmen Almería, Sporting und Co. im Nacken der Santanderer.

José alberto lópez zittert trotz spitzenplatz

Die Statistik trügt. Ja, der Racing bleibt auch nach dem 33. Spieltag in den direkten Aufstiegsrängen. Doch das Polster von einst ist weg. Die Elf von José Alberto López wirkte in La Romareda wie entzaubert: kein Torschuss bis zur 71. Minute, kein Druck, keine Ideen. Zaragoza ließ den Ball laufen und schlug aus der Ruhe heraus zu – ein Déjà-vu zum 0:4 gegen Albacete eine Woche zuvor.

Die Abwesenheit von Jon García und Marco Sangalli hob das ganze Spielsystem aus. Die Lücke zwischen Innenverteidigung und Mittelfeld klaffte, die Außenbahnen blieben stumm. Die Cántabros hatten in dieser Saison noch nie zwei Torlos-Niederlagen hintereinander kassiert – ein Warnsignal, das niemand im Estadio El Sardinero ignorieren darf.

Fünf finals in vier wochen

Fünf finals in vier wochen

April entscheidet. Schon am Mittwoch (1. April, 21:00 Uhr) empfängt der Racing den Sporting de Gijón, den direkten Konkurrenten um Platz zwei. Drei Tage später geht’s nach Andorra, wo FC Andorra seine letzte Gelegenheit hat, den Abstieg zu verhindern – ein tückisches Auswärtsspiel, das schon viele Favoriten begraben hat.

Der Höhepunkt folgt am 12. April: UD Almería gastiert in Santander, nur einen Zähler hinter dem Racing. Danach warten zwei Reisen, die kalte Schauer bereiten: Real Sociedad B in San Sebastián und AD Ceuta auf dem afrikanischen Kontinent – 1.300 Kilometer Flug, stickende Hitze und ein Rasen, der selbst erfahrene Zweitliga-Profis in den Wahnsinn treibt.

Fünf Spiele, fünf Finals. 15 Punkte, die über die Zukunft im spanischen Oberhaus entscheiden können. Die Insel der Sicherheit, auf der der Racing die meiste Saison über schwebte, ist Geschichte. Jetzt zählen nur noch Tore, Punkte und Nerven. Der Abstieg in die Zweite Liga ist vier Jahre her – die Rückkehr in die LaLiga liegt jetzt an 450 Minuten intensiven Fußballs. Santander atmet auf – und hält die Daumen, dass der April kein Aprilscherz wird.