Quali-held landaluce schreibt miami-geschichte und jagt korda-bezwinger
Martín Landaluce ist nicht mehr aufzuhalten. Der 20-jährige Madrilene schmetterte am Mittwochabag Sebastian Korda mit 2:6, 7:6(6), 6:4 aus dem Miami Open und stand als erster Spieler geboren 2006 oder später im ATP-Masters-Viertelfinale. Sechs Siege in Folge auf dem Hartplatz des Hard Rock Stadium – zwei davon noch in der Qualifikation – katapultieren den Weltranglisten-151. in eine Dimension, die Spanien zuletzt bei Carlos Alcaraz sah.
Der tie break, der alles veränderte
Bei 5:5 im zweiten Satz hatte Korda, der Sonntag noch Alcaraz eliminiert hatte, den Matchball auf dem Schläger. Landaluce antwortete mit einem Cross-Backhand, der die weiße Linie küsste und das Stadion zum Toben brachte. Danach war Korda nur noch Schatten seiner selbst, massierte sich nach jedem Wechsel die eingeklemmte Lendenwirbelsäule, während der Qualifikant souverän das 3:0 im dritten Satz erzwingen konnte. Die Sonne stand bei 26 Grad senkrecht über dem Center Court, doch nur einer der beiden behielt die Nerven: Landaluce verwandelte seinen vierten Matchball mit einem Volley-Backhand, der Korda keine Chance ließ.
Die Zahl des Tages: 46. So viele Positionen wird der Spanier mindestens in der nächsten Rangliste klettern. Vier ATP-Hauptfeld-Siege hatte er vor Miami in seiner gesamten Karriere geholt – in einer Woche hat er sich selbst übertroffen. Das Top-100-Ziel rückt auf zwölf Punkte heran, der Cut liegt derzeit bei Rinky Hijikata. Sollte er Freitag gegen den Sieger des Duells Taylor Fritz/Jiri Lehecka erneut zuschlagen, wäre Landaluce ab 30. März fix in der Elite – am selben Tag, an dem sein Landsmann Rafa Jódar die Top 100 erreichen wird.

Vom 0-4-rekord zum top-50-killer
Vor diesem Turnier hatte Landaluce gegen Top-50-Spieler eine 0:4-Bilanz vorzuweisen. Nacheinander fegte er Luciano Darderi (18), Karen Khachanov (15) und nun Korda (36) vom Platz. Der Godó und das Mutua Madrid Open haben ihre Einladungslisten bereits auf dem Schreibtisch liegen – mit dem Namen Martín Landaluce ganz oben auf dem Zettel. Sein Coach Óscar Burrieza lässt den Schützling seit Tagen nur noch schlafen und Wasser trinken, denn das nächste Kapitel wartet bereits. Und wer weiß: Vielleicht schreibt der 20-Jährige nicht nur Geschichte, sondern auch die Zukunft des spanischen Tennis.
