Desg-präsident große schlägt zurück: scharfe kritik an ard-berichterstattung

Einstündige pressekonferenz: große verteidigt sich gegen vorwürfe

Matthias Große, Präsident des Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Verbands (DESG), hat sich in einer über zweieinhalb Stunden dauernden Pressekonferenz vehement gegen die Vorwürfe der ARD-Recherche gewehrt. Er warf den Journalisten Hajo Seppelt und Jörg Mebus vor, ihn und seinen Verband zu diffamieren und kündigte rechtliche Schritte an. Die Konferenz fand in Berlin statt und war eine Reaktion auf die Berichterstattung, die kurz vor den Olympischen Winterspielen in Mailand veröffentlicht wurde.

Verweigerter zutritt für ard-journalisten

Verweigerter zutritt für ard-journalisten

Vor Beginn der Pressekonferenz wurden Seppelt und Mebus per Anwaltsschreiben der Zugang zum Berliner Müggelturm verweigert. Der Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) und ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky kritisierten dies als einen "klaren Eingriff in die Pressefreiheit". Große selbst sah darin eine Reaktion auf die seiner Meinung nach unfaire Berichterstattung.

Scharfe attacken und schadensersatzforderungen

Scharfe attacken und schadensersatzforderungen

Der DESG-Präsident sprach von einer "Frechheit" und warf der ARD vor, die Arbeit von hunderten Ehrenamtlichen, Sportlern und Funktionären zu zerstören. Er kündigte an, mit allen Mitteln dagegen vorzugehen und den entstandenen Schaden – der bereits siebenstellig sein soll – rechtlich einzufordern. Der Prozess werde voraussichtlich genauso lange dauern wie der Rechtsstreit um Claudia Pechstein, so Große, und mit dem gleichen Ergebnis enden.

Zurückweisung der vorwürfe

Große und sein Team wiesen alle Vorwürfe zurück, die sich auf die Vernachlässigung der Sportler, das Zurückhalten von Haushaltsplänen und verspätete Prämienzahlungen bezogen. Er betonte, dass es kein "Klima der Angst" im Verband gebe. Allerdings waren keine Athleten anwesend, um dies zu bestätigen.

Konsequenzen für fridjof petzold

Fridjof Petzold hatte den Verband während der Winterspiele öffentlich kritisiert. Große kündigte an, dass eine Disziplinarkommission über mögliche Konsequenzen für den Olympia-Teilnehmer entscheiden werde. Die Entscheidung soll in Kürze fallen.

Rechtliche auseinandersetzung als priorität

Große betonte, dass er und seine Organisation alles daran setzen werden, sicherzustellen, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen. Er versprach, sich nicht vorführen oder denunzieren zu lassen und kündigte eine umfassende rechtliche Auseinandersetzung an. Die Auseinandersetzung mit der ARD hat oberste Priorität.

Ausblick und appell an die öffentlichkeit

Der DESG-Präsident appellierte an die Öffentlichkeit, sich ein eigenes Bild zu machen und nicht vorschnell Urteile zu fällen. Er versicherte, dass der Verband weiterhin transparent und offen arbeiten werde. Die Zukunft des Eisschnelllaufs und Shorttracks in Deutschland soll gesichert werden.