Desg unter druck: ard-journalisten von pressekonferenz ausgeschlossen

Eskalation um desg-berichterstattung

Die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) steht in der Kritik, nachdem zwei Journalisten des ARD von der für Donnerstag geplanten Pressekonferenz ausgeschlossen wurden. Der Verband möchte zu Vorwürfen aus einer ARD-Berichterstattung Stellung nehmen, verweigert aber den betroffenen Reportern die Teilnahme. Dies hat zu heftigen Protesten vom Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) und dem ARD selbst geführt.

Vds kritisiert eingriff in die pressefreiheit

Vds kritisiert eingriff in die pressefreiheit

André Keil, Präsident des VDS, bezeichnete die Entscheidung in einem offenen Brief an die DESG als „klaren Eingriff in die Pressefreiheit“. Die Nichtzulassung der ARD-Journalisten Hajo Seppelt und Jörg Mebus sei inakzeptabel. Zudem verurteilte der VDS die Auflagen für die Teilnahme an der Pressekonferenz, insbesondere das Verbot von jeglichen Aufnahmen.

Strenge auflagen für die pressekonferenz

Strenge auflagen für die pressekonferenz

Von der DESG wurden strenge Regeln für die Pressekonferenz erlassen. Filmaufnahmen, Videoaufzeichnungen, Tonaufnahmen, Live-Streams sowie sonstige elektronische Mitschnitte sind nicht gestattet. Diese Einschränkungen werden vom VDS als Versuch gewertet, kritischen Journalismus zu regulieren und zu unterdrücken. Der VDS fordert die sofortige Zulassung von Seppelt und Mebus.

Ard sieht grundsätze der berichterstattung verletzt

Auch der ARD hat bereits Protest eingelegt und sprach von einem „eklatanten Verstoß gegen Grundsätze einer freien und unabhängigen Berichterstattung“. Die Sender sehen in der Entscheidung eine klare Botschaft, kritische Fragen zu vermeiden und die öffentliche Aufklärung zu behindern.

Hintergrund der vorwürfe

Auslöser der Kontroverse ist eine ARD-Berichterstattung, die unter anderem zurückgehaltene Haushaltspläne und verspätete Prämienzahlungen an Sportler thematisierte. Matthias Große, Präsident der DESG, geriet dadurch massiv unter Druck. Es geht um die Frage der transparenten Verwendung von Geldern und der fairen Behandlung der Athleten.

Weitere schritte und mögliche konsequenzen

Es bleibt abzuwarten, wie die DESG auf die Kritik reagieren wird. Eine Eskalation des Konflikts scheint jedoch wahrscheinlich. Der VDS hat angekündigt, den Versuch der Reglementierung kritischen Journalismus vehement zu bekämpfen. Die Situation wirft ein schlechtes Licht auf die Transparenz und Glaubwürdigkeit des deutschen Eisschnelllaufs.

Die forderungen im überblick

  • Zulassung der ARD-Journalisten Hajo Seppelt und Jörg Mebus zur Pressekonferenz
  • Aufhebung des Verbots von Aufnahmen jeglicher Art
  • Transparente Aufklärung der Vorwürfe bezüglich Haushaltsplänen und Prämienzahlungen