Malagò im rennen: wird er neuer fußball-präsident?
Rom – Die Causa Fußball-Präsident: Giovanni Malagò scheint die Nase vorn zu haben, doch Giancarlo Abete spielt noch nicht mit offenen Karten. Die Entscheidung, wer den italienischen Fußball künftig lenken wird, liegt bei den Vereinen der Serie B, deren Votum in dieser Woche abgeben wird. Ein Kopfzerbrechen für alle Beteiligten.

Die machtverteilung ist klar – oder doch nicht?
Malagò, der ehemalige Chef des italienischen Sportausschusses (Coni), kann sich mittlerweile auf die Unterstützung der Serie A, vieler Spieler und Trainer verlassen. Eine beeindruckende Schar, die ihm bereits jetzt einen deutlichen Vorsprung verschafft. 17,1% der Stimmen aus der Serie A sprechen bereits für ihn, 20% von den Spielern und 10% von den Trainern. Diese Zahlen sind beeindruckend, doch Abete ist noch nicht aus dem Rennen.
Der Liga-Dilettanten-Vorsitzende hat in den letzten Tagen ebenfalls bei den Vereinen der Serie B um Stimmen geworben. Seine Strategie? Ein konstruktiver Dialog, ein offener Austausch über die Probleme des italienischen Fußballs. „Wenn keine Konkurrenz herrscht, stagniert man“, so Abete, und deutet damit an, dass er seine Kandidatur aufrechterhalten wird, um eine lebhafte Debatte anzustoßen.
Aber gibt es einen Plan B? Beobachter spekulieren, dass Abete kurz vor der Wahl, vielleicht sogar während der Versammlung, seine Kandidatur zurückziehen könnte, um eine einheitliche Front im italienischen Fußball zu demonstrieren. Ein Schachzug, der Malagò, der sich bereits auf einen klaren Sieg verlassen scheint, überraschen könnte. Die Worte des Serie-B-Präsidenten Paolo Bedin unterstreichen diese Stimmung: „Es ist wichtig, dass wir als Fußballwelt einen gemeinsamen Weg finden, nicht nur in Bezug auf Personen, sondern vor allem in Bezug auf Themen und Inhalte.“
Malagò selbst relativiert die Spannungen. „Ich habe mich am Montag mit Giancarlo getroffen, um uns bald zu sehen. Unsere Beziehungen sind ausgezeichnet, trotz einiger völlig fantastischer Darstellungen“, so der Favorit. Aber die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Die Serie B benötigt noch ein paar Tage, um sich zu entscheiden, und die Lega Pro steht noch vor einem Doppelvergleich. Das Bild wird sich bald abzeichnen.
Die Frage ist nicht, wer gewinnt, sondern ob die Einheit des italienischen Fußballs Vorrang hat.
