Italien bleibt in bologna: der 'boss' malesani rät zu geduld

Bologna bangt um seinen Erfolgstrainer Vincenzo Italiano, doch Ex-Coach Alberto Malesani sieht die Situation pragmatisch: Ein Wechsel zu einem Top-Klub könnte sich als Fehltritt erweisen. Stattdessen plädiert der erfahrene Experte für den Verbleib in der Emilia-Romagna – zumindest vorerst.

Ein unschlagbares team: vertrautheit und erfolg

Malesani, der selbst in Bologna aktiv war und Italiano bestens kennt – einst als Trainer, der junge Mittelfeldspieler wie Italiano förderte – betont die besondere Verbindung zwischen dem Coach und dem Verein. „Sie haben viel gemeinsam: die gemeinsame Zeit bei Hellas Verona, die stets vorhandene Vision von europäischem Fußball und sogar die ungewöhnliche Gewohnheit, die Aufstellung erst eine Stunde vor dem Spiel bekannt zu geben“, erklärt Malesani. Diese Rituale, die er einst selbst eingeführt hatte, schweißen das Team zusammen und sorgen für höchste Konzentration.

Doch es ist mehr als nur die taktische Ausrichtung. „Bologna ist kein gewöhnlicher Verein“, stellt Malesani klar. „Es ist ein solider, ambitionierter Klub, der nach Jahren endlich wieder Erfolge feiert. Die Arbeit ist gefestigt, und das ist ein großer Wert.“ Der Pokalsieg unterstreicht das, und der Weg, der damit beschritten wurde, ist klar.

Die Psychologie des Erfolgs: Malesani verdeutlicht, wie wichtig es ist, die Reaktionen der Spieler auf die späte Bekanntgabe der Aufstellung zu beobachten. „Man sieht sofort, wer mit der Situation umgehen kann und wer einbricht. Das sagt viel über den Charakter aus.“

Der ratschlag des erfahrenen managers

Der ratschlag des erfahrenen managers

Angesichts der Gerüchte über Angebote von Top-Klubs rät Malesani zu Vorsicht. „Theoretisch ist ein Wechsel in die Spitze natürlich verlockend, aber wenn zu viele Unsicherheiten bestehen, ist es besser, bei dem zu bleiben, was man kennt.“ Er erinnert an seine eigene Erfahrung beim Genoa, wo ein vermeintlich perfekter Transfer in einer Entlassung nach nur fünf Spielen endete. „Manchmal blendet man sich von dem vermeintlichen Glanz der großen Bühne und vergisst, was man bereits erreicht hat.“

Italienos Forderung nach technischen Garantien bei möglichen Abgängen ist dabei nachvollziehbar. „Es ist an der Zeit, dass Trainer ihre Ziele klar benennen. Den Scudetto mit Bologna zu gewinnen? Im Moment ist das unrealistisch. Aber die Rückkehr nach Europa ist ein realistisches Ziel.“

Malesani schließt mit einem deutlichen Appell: „Bologna ist eine Gewissheit. Und in der Welt des Fußballs ist es manchmal besser, die Gewissheit zu wählen als das Risiko.“ Der erfahrene Coach weiß, dass der Weg zum Erfolg oft über Kontinuität und Vertrauen führt – und dass Italiano in Bologna beides hat.