Pizarro zieht robben-vergleich: olise spielt sich in bayern-himmel
Claudio Pizarro hat den nächsten Superstar identifiziert: Michael Olise. „Er spielt auf Arjen-Robben-Niveau“, sagt der Ex-Bayern-Stürmer – und damit dürfte er Millionen Fans ein Wort aus der Seele gespielt haben. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 42 Scorerpunkte in 38 Pflichtspielen. Robben kam in seiner besten Saison auf 38.
Der robben-trick funktioniert wieder
Was Pizarro besonders fasziniert, ist die Art der Treffer. „Er dribbelt halb rechts in die Mitte, nimmt den Ball mit dem Innenrist und schlenzt ins lange Eck – genau wie Arjen damals.“ Diese Sequenz haben wir 2013 im Champions-League-Finale gegen Dortmund gesehen, 2014 im Viertelfinale gegen Manchester United, 2017 im Achtelfinale gegen Arsenal. Olise kopiert das Kunststück in Serie.
Dabei war der Weg alles andere als vorgezeichnet. Der 23-Jährige kam im Sommer für 60 Millionen Euro aus Crystal Palace – viel Geld für einen Spieler, der in der Premier League nie mehr als sieben Tore in einer Saison erzielt hatte. Doch Vincent Kompany erkannte sofort: Olise ist kein klassischer Flügelspieler, sondern ein Halbraum-Zauberer, der mit Ball und ohne Ball tödlich ist.

Die gelb-sperre als glücksfall
Gegen Atalanta fehlt Olise – und das könnte der perfekte Zeitpunkt sein. Nach dem 6:1 im Hinspiel steht Bayern mit anderthalb Beinen im Viertelfinale. Die Sperre wirkt wie ein strategisches Timeout, um den Franzosen vor den entscheidenden Wochen frisch zu halten. „Er hat diese Saison fast jedes Spiel gemacht, das macht sich irgendwann bemerkbar“, sagt ein Vereinsinsider.
Pizarro jedenfalls sieht Bayern klar auf Titel-Kurs: „Sie sind der Favorit. Wenn sie zusammenbleiben, holen sie die Champions League.“ Das klingt nach einer Prognose, die sich auf Zahlen stützt: 21 Siege in den letzten 23 Pflichtspielen, 81 Tore in 28 Bundesliga-Partien, eine Tor-Differenz von plus 63.
Olise selbst bleibt cool. „Ich schaue mir Videos von Robben an, aber ich will mein eigener Spieler sein“, sagte er kürzlich. Derzeit sieht es so aus, als würde er das auf höchstem Niveau schaffen – und vielleicht sogar die Messlatte höher legen als der niederländische Superstar es je getan hat.
