Stransky fliegt raus, didomenico bleibt vorn – die nl-scorer-fünfjahres-bilanz zerreißt alle karten

238 Punkte, ein Wechsel nach Davos und ein Abschied – Chris DiDomenico wird die National League verlassen, doch niemand wird ihn in den nächsten Jahren von der Pole-Position dieser Rangliste verdrängen. Die Zahlen sind gnadenlos: 17 Zähler Vorsprung auf Matej Stransky, der HCD-Star, der nach dieser Saison ebenfalls das Land verlässt. Ein Duo, das die Liga dominierte und nun gleichzeitig verschwindet.

Die schweizer, die mithalten konnten

Tyler Moy sitzt in Rapperswil fest. Vertrag bis 2030, 189 Punkte, kein Transfergerücht, keine Verletzung, kein Abstiegskampf. Er wird die Liste bald anführen. Davor nur noch Toni Rajala, der in Biel gerade Ferien macht, aber mit 195 Punkten noch vor Moy lauert. Luca Fazzini liegt mit 188 Punkten knapp dahinter – und ist der einzige Schweizer, der in dieser Saison die Liga anführte. 47 Scorerpunkte, kein Import, keine Ausrede.

Jan Kovar war dieses Jahr «nur» bei 27 Punkten – für ihn eine magere Saison, für andere noch ein Traum. Der Zug-Captain bleibt mit 184 Zählern der beste Tscheche im Feld. Und er wird bleiben. Kein Wunder, dass die ZSC-Lions ihn nicht ziehen lassen.

Die verletzten und die fast vergessenen

Die verletzten und die fast vergessenen

Marcus Sörensen war monatelang außer Gefecht, trotzdem schob er sich mit 169 Punkten auf Platz zehn – und schob damit Harri Pesonen raus. Vier Punkte Unterschied, eine Karriereende in Langnau, ein Abschied ohne Krönung. Calvin Thürkauf lacht: 171 Punkte, Captain in Lugano, 34 Scorerpunkte in dieser Saison, trotzdem nur Nummer neun. Er weiß: Die Konkurrenz schläft nicht.

Denis Malgin und Sven Andrighetto tragen beide das Zürcher Wappen, beide kamen in dieser Saison auf 41 Punkte in 41 Spielen. Malgin vorne, Andrighetto hinten – und trotzdem trennen sie nur vier Zähler auf der Fünfjahreswertung. Freundschaft endet auf dem Eis nie, aber die Statistik ist kalt.

Was nach dieser saison übrig bleibt

Was nach dieser saison übrig bleibt

Die Liste wird nächstes Jahr aussehen wie ein Schlachtfeld. DiDomenico und Stransky fehlen, dafür rutschen Moy, Rajala und Fazzini nach oben. Thürkauf kann auf Platz vier springen, wenn er erneut 34 Punkte liefert. Und ganz unten? Dort wartet bereits ein neuer Import, ein neuer Schweizer, ein neuer Name – die Liga trägt keine Narben, sie schreibt einfach weiter.

Für die Fans heißt das: Abschied von zwei Ikonen, Aufstieg eines Tyler Moy – und die Gewissheit, dass die nächste Saison schon wieder alles durcheinanderwirbelt. Die Tore werden fallen, die Punkte werden kommen – und diese Rangliste wird niemals stillstehen.