Pellegrini riskiert rotation: 14 spiele in 50 tagen – betis bangt um europa

Manuel Pellegrini schenkt seinen Stars drei Tage Urlaub, weiß aber: Danach jagt ein Kracher den nächsten. Bis Mai warten bis zu 14 Pflichtspiele auf Real Betis – ein Pensum, das schon in der internationalen Länderspielpause die nächste Zerreißprobe beginnen lässt.

Verletzte, gestrandete und ein kader, der sich neu erfindet

Verletzte, gestrandete und ein kader, der sich neu erfindet

Antony humpelt durch individuelle Pubalgie-Übungen, Giovani Lo Celso dribbelt noch im Schatten, Isco rollt vorsichtig mit dem Ball über den Rasen. Die medizinische Abteilung im Benito-Villamarín zählt ständig mit. Derweil plant Pellegrini, wer am Samstag in La Cartuja gegen Espanyol überhaupt laufen kann. Platz fünf, der letzte Champions-League-Steigflug, steht auf dem Spiel.

Die Reiserei der sieben Nationalspieler macht ihm das Leben schwer. Junior Firpo kommt zuerst zurück – seine Karibik-Länderspielreise ist beendet. Ricardo Rodríguez fliegt vom kühlen Norwegen, Pablo García von der U-21-Front. Für Pablo Fornals, Abde Ezzalzouli und Cédric Bakambu tickt die Uhr noch schneller: Ihre Spiele enden erst am späten Mittwoch, Ortszeit Mexiko und USA. Wenn sie Donnerstag früh in Sevilla aufschlagen, bleiben zwei Trainingseinheiten, um Espanyol zu stoppen.

Bakambus WM-Traum spielt dabei mit – die Demokratische Republik Kongo kämpft in Mexiko ums Ticket für den Sommer. Für den Stürmer ist das Duell Leben oder Tod, für Betis potenziell ein Personal-Engpass. Auch Andrés Guardado (heute Fidalgo) stürmt durch die US-Termine, kehrt in derselben Nacht zurück.

Die Liga hilft nicht: Weil das Europa-League-Viertelfinale gegen Braga auf den kommenden Mittwoch vorverlegt wurde, musste auch Espanyol nachziehen. Der „Ruhetag“ fällt aus – dafür droht ein verschärfter Einschlag auf dem linken Verteidigerposten. Valentín Gómez trainierte zwei Wochen durch, könnte Rodríguez und Firpo vertreten. Johnny Cardoso und William Carvalho warten auf ihre Chance, während Rodri und Aitor Ruibal wieder ins Visier rücken.

Pellegrini hat die Zahlen parat: 14 Partien, 50 Tage, kaum Luft. Die Physiotherapeuten schalten auf Notprogramm, die Analysten filmen Espanyol in Rekordzeit. Der Trainer weiß: Wer jetzt patzt, verliert den Anschluss an Europa. Die Maschine darf nicht heißlaufen, bevor sie startet.