Pavlovic-hüfte brennt: bayerns 4:0-sieg trübt angst vor madrid

Ein 4:0, drei Punkte Vorsprung, 27. Spieltag – und trotzdem hängt ein Schatten über dem Rekordmeister. Denn Aleksandar Pavlovic sitzt mit eingeklemmten Nerven in der Hüfte im Trainingslager fest, während Julian Nagelsmanns Kaderfax auf „unbestätigt“ steht.

Pavlovic-zeitpläne kollidieren mit real-vorbereitung

Vincent Kompany sprach es nach Schlusspfiff so harmlos wie möglich aus: „Wir haben alles versucht.“ Dahinter steckt ein Kraftakt gegen die Kalenderuhr. Seit Montag behandelt die Bayern-Medizin den 21-Jährigen zweimal täglich, doch die Reizung entzündet sich neu, sobald der Mittelfeld-Motor wieder über 80 % seines Herzmaximums fährt. Die Länderspiel-Pause wird zur Falle: zwei Länder, zwei Flüge, zwei Stadien – und zwölf Tage später der Realest Real-Madrid-Knaller der letzten Jahre.

Christoph Freund wischte die Frage nach einer konkreten Prognose mit dem Satz ab: „Wir werden das mit Aleks final besprechen.“ Final ist gut: bis Donnerstag muss Nagelsmann seine 23 Feldspieler nominieren, sonst rutscht Pavlovic auf die Nachrückerliste. Das wiederum würde den Münchner Spielraum bei der Belastungssteuerung verringern, weil der DFB keine Freigabe für Teil-Tests erteilt. Ein Teufelskreis.

Die angst vor dem repeat von 2025

Die angst vor dem repeat von 2025

Intern ist man angeekelt vom Frühjahr 2025. Da platzten nach der Nations-League-Pause gleich Alphonso Davies und Dayot Upamecano aus dem Kader, beide mit Adduktoren-Offenbarungen. Der Klub hatte keine Ersatzspieler mehr in Form, kassierte in Madrid eine 1:3-Klatsche und verlor die Serie. „Diesmal sind es Freundschaftsspiele“, betonte Kompany – als könne man eine Testpartie gegen Ghana einfach absagen, wenn die Hüfte wieder zwickt.

Die Zahlen sprechen eine andere Sprache: Pavlovic führt die Bayern-Statistik in Passquote (93,7 %) und Zweikampfquote (59 %) vor dem Strafraum. Ohne ihn sinkt die Ball-sicherheit um 6 %, die Gegenstoß-Anfälligkeit steigt um fast ein Viertel. Das ist kein „vielleicht“, das ist eine handfeste Lücke mitten im Achtmal-Achtelfinale.

Was jetzt wirklich passiert

Was jetzt wirklich passiert

Bis Mittwochabend liegt ein 3-Tage-Sprintplan auf Kompanys Schreibtisch: Tag eins Jogging, Tag zwei Sprint-Intervalle, Tag drei Pokaltraining mit Kontakt. Schmerzfreiheit muss 48 Stunden vor Abflug nach Genf vorliegen, sonst fliegt Alexander Nübel statt Pavlovic – und mit ihm die Hoffnung, die Reals-Pressingmaschine früh zu entschlüsseln. Der Klub will den Spieler nicht riskieren, die Nationalmannschaft will ihn unbedingt. Zwischen den Fronten: ein 21-Jähriger, der gerade erst gelernt hat, dass 90 Minuten Premierenklasse seine Hüfte älter machen können als sein Ausweis verrät.

Am 7. April steht Real Madrid im sold-outen Bernabéu. Wenn Pavlovic dann in München sitzt, war das 4:0 gegen Union nur ein Pyrrhussieg – und die rosarote Länderspielpause wird zur hässlichen Narbe der Saison.