Zsc lions, ambri und genf siegen in wilden playoff-nächten
Der Samstagabend in der National League hatte alles, was Eishockey-Fans brauchen: ein souveränes Statement der ZSC Lions, ein Herzschlag-Drama in der Gottardo Arena und ein Tor in der letzten Sekunde in Genf. Drei Spiele, drei Sieger – und mindestens eine Geschichte, die man so schnell nicht vergisst.
Zsc lions schicken lugano mit einem 3:0 nach hause
Denis Malgin brauchte gerade mal vier Minuten, um den Ton zu setzen. Sein frühes Führungstor gab den Zürchern die Ruhe, die sie für den Rest des Abends brauchten. Lugano versuchte zurückzukommen – und hatte in der 37. Minute die große Chance: Fazzini trat zum Penalty an. Der Puck klatschte ans Gehäuse. Das war der Moment, in dem dieses Spiel entschieden wurde, auch wenn es noch niemand wusste.
Grant machte in der 50. Minute mit dem 2:0 alles klarer. Als Lugano den Goalie vom Eis nahm, ließ Malgin keine Gnade walten – sein Empty-Netter zum 3:0 war die logische Konsequenz eines Abends, an dem die Lions nie wirklich zitterten. Erster Sieg in der Viertelfinalserie. Klare Ansage.

Ambri dreht ein wahnsinnsspiel gegen ajoie
6.357 Zuschauer in der Gottardo Arena erlebten ein Playout-Spektakel voller Wendungen. Ajoie lag zwischenzeitlich mit 2:1 vorne – Yonas Berthoud hatte die Jurassier mit einem Solo in Führung gebracht. Dann übernahm Ambri.
Chris Tierney glich aus. Tommaso de Luca brachte die Gastgeber mit einem klugen Zusammenspiel auf 3:2. Ajoie antwortete sofort durch Julius Nättinen – 3:3. Drei Minuten Wahnsinn in beide Richtungen.
Was danach kam, gehörte Dominic Zwerger. Sein Solo in der 54. Minute zum 4:3 war nicht nur ein Tor – es war die Entscheidung. Ajoie drückte, Ajoie hatte Powerplay, Ajoie kam nicht mehr ran. Diego Kostner besorgte in der 60. Minute den Empty-Netter zum 5:3. Ambri atmet weiter.

Puljujärvi erlöst genf in letzter sekunde
Lange passierte fast nichts. Lausanne und Genève-Servette lieferten sich ein zähes Duell, das nach regulärer Spielzeit noch immer torlos war – bis zur letzten Spielminute. Dann kam Jesse Puljujärvi.
Das Zuspiel von Roger Karrer, der Schuss von der blauen Linie, der Puck über den Schoner von Pasche ins linke Eck. Ein Tor, das die Halle explodieren ließ. Genf führt in der Viertelfinalserie mit 1:0 – und Lausanne muss sich eine Antwort überlegen, bevor es zu spät ist.
