Paris schreibt in saalfeld geschichte: 25. weltcupsieg mit 37 jahren

Dominik Paris hat die Olympiabahn in Saalfeld zum Schauplatz seiner Rückkehr erklärt. Mit 1:45,37 Minuten feierte der Südtiroler am Samstag seinen 25. Weltcupsieg – und das kurz vor seinem 37. Geburtstag am 14. April. Ein Jahr nach seinem letzten Erfolg schraubt er sich damit in die ewige Bestenliste der Abfahrts-Könige.

Paris knackt müller und jagt jetzt nur noch klammer

Die Zahl 20 steht jetzt neben seinem Namen – 20 Siege in der Abfahrt, mehr als Peter Müller je verbuchen konnte. Nur Franz Klammer liegt noch vor ihm, dessen 25 Abfahrts-Siege seit 45 Jahren unangetastet sind. Paris rückt auf Platz zwei vor, allein im Club der Unsterblichen.

Die Finalabfahrt hatte alles, was diese Saison ausmacht: Hochgeschwindigkeit, Sprünge, breite Schwünge, keine Fallen, aber jede Menge Respekt. Franjo Von Allmen, der Schweizer Shooting-Star, lag noch beim letzten Zwischenzeitpunkt nur vier Hundertstel zurück, schob sogar eine Höchstgeschwindigkeit zwischen die Latten – doch Paris blieb cool. 19 Hundertstel fehlten am Ende auf das Jungtalent.

Vincent Kriechmayr komplettierte das Podest. Der Österreicher hatte erst eine Woche zuvor in Courchevel gewonnen und bestätigt, dass seine Formkurve nach oben zeigt. 60 Hundertstel Rückstand bedeuten in der Abfahrt eine halbe Ewigkeit – hier zählt jeder Luftschluck.

Italiens nachwuchs liefert sich krimi um rang acht

Italiens nachwuchs liefert sich krimi um rang acht

Hinter dem Top-Trio wurde es eng: Benjamin Alliod wurde Achter, nur 1,12 Sekunden hinter Paris. Florian Schieder folgte auf Platz zehn – trotz eines Fehlers in der Motocross-Kurve, der ihn nach den Trainingstimes eigentlich vorne hätte stehen lassen. Giovanni Franzoni schloss als Elfter ab, 1,31 Sekunden Rückstand. Drei Italiener unter den ersten Fünfzehn – das ist ein Signal an die Konkurrenz, dass der Nachwuchs nicht nur mitfährt, sondern mitmischt.

Die Disziplinen-Wertung war bereits an Marco Odermatt vergeben, doch Paris’ Sieg bringt ihm immerhin noch den dritten Gesamtrang in der Abfahrts-Wertung. Ein versöhnlicher Abschluss einer Saison, die lange wie ein einziger Bergaufmarsch aussah.

Morgen geht’s in Kvitfjell weiter mit dem Super-G. Paris wird wieder da sein – und vielleicht schon mit der nächsten historischen Zahl im Visier. 25 Abfahrts-Siege liegen vor ihm, 20 hat er bereits. Die Rechnung ist einfach: Noch fünf Mal Paris-Show, dann gehört ihm der Rekord. Der Countdown läuft.