Padova wirft andreoletti raus – breda soll den abstieg verhindern

Der TSV Pelkum Sportwelt exklusiv: Nur vier Tage nach der 0:2-Blamage gegen Palermo zieht der Calcio Padova die Notbremse. Matteo Andreoletti ist Geschichte, Roberto Breda rückt nach. Die offizielle Bestätigung kommt heute Nachmittag, damit der 56-Jährige noch vor der Horror-Auswärtspartie in Frosinone durchstarten kann.

Warum breda und nicht pagliuca

Hinter den Kulissen tobte ein Machtkampf. Präsident Giorgio Bazzan schwankte zwischen zwei Feuern: Guido Pagliuca galt als Wunschkandidat des Sportdirektors, doch der Vertrag mit Empoli bis 2027 blockierte die Operation. Die Lösung: Breda, frei wie ein Vogel, erfahren wie kaum ein Zweitliga-Coach Italiens. Seine Vita: 312 Serie-B-Spiele, sieben Abstiegsduelle gerettet, einmal mit Salernitana sogar in die Playoffs gespielt.

Die Zahlen sind gnadenlos. Vier Niederlagen in Serie, nur zwei Punkte aus den letzten fünf Spielen – Padova rutschte von Platz drei auf zwölf. Die Tordifferenz: minus acht. Das Eigentor von Filippo Berra gegen Palermo war nur die Spitze eines Eisbergs aus individuellen Fehlern und taktischer Orientierungslosigkeit.

Was breda sofort ändern muss

Was breda sofort ändern muss

Erste Trainingseinheit: morgen 10 Uhr. Drei Akteure stehen auf dem Prüfstand: Luca Strizzolo (nur ein Treffer seit Dezember), Amato Ciciretti (Laufleistung 15 % unter Ligaschnitt) und Keeper Alessandro Micai (Reaktionszeit 0,7 Sekunden, Liga-Durchschnitt 0,5). Bredas Zauberwort lautet „verticalizzazione“ – das schnelle Umschalten nach Ballgewinn. Genau das fehlte unter Andreoletti, dessen Ballbesitzfußball zu 68 % rückwärts ging.

Die Uhr tickt. Frosinone gewann vier der letzten fünf Heimspiele, schoss 13 Tore. Padova hat auswärts nur einmal in acht Partien gewonnen. Die Quote auf den direkten Abstieg stieg von 6,0 auf 2,8 – kein Wunder, dass die Geschäftsführung heute Nacht um 2:37 Uhr Breda anrief und „Ja“ sagte, bevor er den Kaffee fertig hatte.

Der neue Mann bekommt einen Stundenvertrag bis Juni, Prämie bei Klassenerhalt: 150 000 Euro. Keine Garantien, nur reiner Survival-Modus. Bredas letzter Satz vor dem Unterschrift: „Ich rette Vereine, das ist mein Job. Aber diesmal muss es schneller gehen als je zuvor.“