Deschamps zieht sich zurück – zidane wartet schon im flur

Didier Deschamps legt nach der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko das Zepter nieder. 14 Jahre an der Spitze der Equipe Tricolore, vier Finals, ein Titel – und jetzt das Ende einer Ära. Philippe Diallo, Präsident des FFF, sagt: „Ich kenne den Namen des Nachfolgers.“ Er sagt nichts weiter. Aber das Schweigen ist laut genug.

Die hinweise sind ein offenes geheimnis

Die hinweise sind ein offenes geheimnis

Zinedine Zidane steht bereit. Seit Jahren kreisen die Gerüchte, seit Monaten die Verträge. L’Equipe berichtet von geheimen Gesprächen im Januar, in denen bereits der Staff besprochen wurde. Zidane selbst ist seit fünf Jahren ohne Job, doch nicht ohne Stimme. In Frankreich ist er noch immer lauter als jede Hymne.

Diallo spricht von „weniger als fünf Bewerbungen“, alle aus Frankreich. Das ist eine Finte. Die einzige Bewerbung, die zählt, ist die, die nicht offiziell eingegangen ist – weil sie nie musste. Zidane ist kein Kandidat. Er ist die Entscheidung.

Die Logik ist gnadenlos: Wer die Franzosen führt, muss sie auch ertragen können. Die Presse, die Politik, die Erinnerung an 2006, als ein Kopfstoß eine Karriere beendete und eine Mythologie begann. Zidane hat diese Last schon einmal getragen – als Spieler. Nun soll er sie als Trainer tragen.

Doch es gibt ein Problem. Deschamps ist noch nicht Geschichte. Er will den letzten Tanz. Und so sitzt Zidane im Wartezimmer der Macht, ein Mann zwischen zwei Epochen. Die Verkündung soll erst nach dem letzten Spiel fallen, damit keine Schatten fallen. Dabei ist der Schatten längst da – und er hat die Nummer 10.