Olympia-bronze für delestre: medien-eklat um verstorbenen tophengst couletto!

Paris tobte, Simon Delestre feierte Bronze im Springreiten – doch der Triumph wird überschattet von einem schmutzigen Streit um den Verstorbenen Couletto. Der französische Olympiasieger steht im Zentrum eines Skandals um den Verkauf von Sperma des legendären Hengers, der seit 2020 nicht mehr lebt. Ein Fall von Verrat, finanziellen Interessen und juristischen Auseinandersetzungen, der die Welt des Pferdesports erschüttert.

Ein erbe, das zu einer schlammschlacht wird

Ein erbe, das zu einer schlammschlacht wird

Couletto, einst für 800.000 Euro erworben, war nicht nur ein außergewöhnliches Springpferd, sondern auch ein wertvoller Deckhengst. Sein Sperma wurde 2011 auf Anraten von Delestres konserviert, ein Schritt, den beide gemeinsam planten. Doch nach dem Tod des Hengers im Jahr 2020 soll ein dunkles Kapitel aufgerissen worden sein: Daniel Pagès, der Besitzer, beschuldigt Delestre, heimlich und ohne seine Zustimmung eine Spermadosis verkauft zu haben. Die cifra habla por sí sola: Ein genetisches Gut, das nun unwiederbringlich verloren ist.

Pagès, der sich von Delestre betrogen fühlt, klagte den Springreiter an. “Ich habe ihm geholfen, zu wachsen, und er hat mich zehn Jahre lang betrogen. Es ist schrecklich. Man beißt nicht die Hand, die einen füttert. Es geht um weit mehr als nur Geld”, erklärte er gegenüber L’Equipe. Seine Wut ist verständlich, denn es geht um den Verlust eines einzigartigen genetischen Erbes.

Delestre räumte ein, dass die Ouchs-Gestüt einige Decksermittlungen durchgeführt habe, da das Labor bei fehlender Zahlung die Sperma-Dosen hätte vernichten wollen. Er betonte jedoch, dass er selbst keine finanzielle Entschädigung erhalten habe. Der Fall landete vor Gericht, nur wenige Tage nach Delestres Bronzemedaille bei den Olympischen Spielen in Paris.

Das Gericht ordnete an, dass Delestre sämtliche Rechnungen, Kontoauszüge, E-Mails und Social-Media-Nachrichten im Zusammenhang mit Couletto vorlegen muss. Die Verteidigung von Delestre argumentierte, dass Pagès sich für die Lagerung des Spermas in einem Labor entschieden habe, während er ein anderes gewählt habe, beide mit der Möglichkeit der kommerziellen Nutzung.

Letztendlich wurden sowohl die Ouchs-Gestüt als auch Delestre und seine Frau zur Zahlung von Schadensersatz verurteilt – insgesamt über 45.000 Euro. Gegen diese Entscheidung wurde Berufung eingelegt. Magali Delestre, die Ehefrau von Simon, gab gegenüber L’Equipe an: “Angesichts des laufenden Gerichtsverfahrens wird Simon keine Stellungnahme abgeben. Er möchte sich voll und ganz auf seine sportliche Karriere konzentrieren.”

Dieser Fall wirft ein Schlaglicht auf die komplexen finanziellen und rechtlichen Aspekte des Pferdesports, in denen Ehrgeiz, Geld und persönliche Beziehungen oft in einem explosiven Gemisch verschmelzen. Die Frage, wer am Ende die Oberhand behalten wird, bleibt offen, doch eines ist sicher: Der Name Couletto wird noch lange in der Welt des Springreitens für Kontroversen sorgen.