Olympia-aus für karl geiger: horngacher kritisiert das deutsche system

Drama um karl geiger: olympia-teilnahme verpasst

Ein herber Rückschlag für den deutschen Skisprung: Trotz seiner zuletzt beeindruckenden Form, die ihren Höhepunkt mit dem Podiumsplatz beim Weltcup in Willingen fand, wird Karl Geiger nicht an den Olympischen Winterspielen in Mailand Cortina 2026 teilnehmen dürfen. Der 32-Jährige verpasste die vom DOSB festgelegte Norm zum entscheidenden Zeitpunkt.

Horngacher fordert nachdenken über das system

Horngacher fordert nachdenken über das system

Bundestrainer Stefan Horngacherzeigte sich äußerst betroffen von dieser Entscheidung. Er drückte sein Bedauern für Geiger aus und forderte gleichzeitig eine kritische Auseinandersetzung mit dem aktuellen System zur Olympia-Qualifikation. “Wir haben keine Wahl gehabt,” betonte Horngacher, der die Situation als äußerst unbefriedigend empfindet.

Geigers starke form – zu spät für olympia?

Die Leistungen von Geiger in den letzten Wochen waren vielversprechend. Besonders der dritte Platz in Willingen zeigte, dass er in Topform war. Doch der späte Formaufschwung reichte nicht aus, um die knallharten Kriterien des DOSB zu erfüllen. In Sapporo verpasste er die notwendige Top-8-Platzierung oder zwei Ergebnisse unter den besten 15 knapp.

Die norm-hürde: was geiger verpasste

Um sich die Teilnahme an den Olympischen Spielen zu sichern, hätte Geiger bis zum Weltcup-Wochenende in Sapporo mindestens eine Top-8-Platzierung oder zwei Platzierungen unter den besten 15 benötigt. In Sapporo erreichte er zwar Rang 14 im zweiten Springen, doch ein Fehler im ersten Durchgang des ersten Springens kostete ihn wertvolle Punkte.

Vergleich mit österreich: mehr entscheidungsfreiheit für trainer?

Horngacher zog einen Vergleich mit dem System in seinem Heimatland Österreich. Dort hätten Trainer mehr Spielraum, um den aktuell besten Springer zu nominieren, unabhängig von vorherigen Ergebnissen. “Da können dann mehr die Trainer entscheiden, wer aktuell der Beste ist und zu Olympia fahren soll,” erklärte er. “Das war jetzt bei uns nicht unbedingt gegeben.”

Horngachers kritik: ergebnisse versus aktuelle form

Der Bundestrainer bemängelte, dass das starre Festhalten an Vorjahresergebnissen möglicherweise nicht immer die sportlich richtige Entscheidung ist. “Es kommt mit Olympia das größte Event und der eine ist halt im November gut und der andere halt knapp vor Olympia,” sagte Horngacher. “Dann ist als Trainer eigentlich die Frage: Wen nehme ich mit?”

Geigers erfolg in peking: eine schmerzhafte erinnerung

Die Enttäuschung ist umso größer, da Geiger bei den Olympischen Spielen 2022 in Peking noch eine Bronzemedaille auf der Großschanze gewonnen hatte. Nun muss er seinen Teamkollegen von zu Hause aus die Daumen drücken. Die Situation zeigt die Härte des Spitzensports und die Komplexität der Olympia-Qualifikation.

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