Olatz rivera kehrt für das clásico zurück – ihre fünfte gala zwischen real und barça
Seit dem vermeintlichen Abseits von Jana Fernández schlugen keine Pfiffe mehr durchs Camp Nou – bis jetzt. Der spanische Verband nominierte Olatz Rivera für das Clásico am Sonntag, den sechsten Einsatz der Baskin zwischen Real Madrid und Barcelona. Keine andere Schiedsrichterin durfte so oft diese Partie leiten, doch die Statistik ist nur die halbe Wahrheit.

Der montjuïc-fall lastet noch immer nach
Am 23. März 2025 pfiff sie ein Tor weg, das im Rückblick als regulär gilt. Die Folge: eine 1:3-Niederlage für Barça, die einzige Clásico-Pleite der Katalaninnen in dieser Saison. Der Verband schob Rivera danach bewusst zur Seite – trotz Elite-Status bei der UEFA und trotz ihrer Reputation als beste Unparteiische des Landes. Nun also die Rückkehr. Warum ausgerechnet jetzt?
Die Antwort liegt in der Personalnot. Paola Cebollada bekam den Liga-Auftrag für die Supercopa, María Eugenia Gil die Copa de la Reina. Lorena Trujillano patrouillierte in der Königsklasse. Rivera blieb nur die Wahl: entweder ein Einsatz in der Primera División oder ein weiteres Clásico-Debakel für den Verband. Sie entschied sich für Letzteres – und übernahm die Verantwortung.
Ihre bisherige Clásico-Bilanz liest sich wie ein Barça-Märchen: fünf Partien, vier Siege der Blaugrana, 12:1 Tore. Nur das Montjuïc-Desaster schmälert die Serie. Doch die Zahlen täuschen. In der Supercopa 2022 entschied sie mit einem späten Alexia-Tor die Halbfinale, im März 2023 verschärfte sie mit einem umstrittenen Handelfmeter die Debatte um Video-Beweise. Immer war sie Mittelpunkt, nie nur Nebenschauplatz.
Diesmal begleiten sie Iragartze Fernández und Haizea Castresana an den Seitenlinien, Ágata López fungiert als Vierte Offizielle. Die Technologie steht: FVS, die spanische Variante des VAR, erstmals in einem Clásico mit Rivera als Hauptakteur. Ein Schritt, der die Fehleranfälligkeit reduzieren soll – und Rivera endlich jene Unabhängigkeit zurückgibt, die ihr bei der FIFA zusteht.
Die Frage bleibt: verkraftet sie den Druck? Real-Coach Alberto Toril forderte im Vorfeld „Respekt vor der Leistung, nicht vor dem Namen“. Barças Jonatan Giráldez konterte mit einem Lächeln: „Wir spielen Fußball, nicht Roulette.“ Beide wissen: Wer den Titel will, muss auch die Schiedsrichterin schlagen. Rivera selbst schweigt – und pfeift. Das ist ihre Antwort. Und die lautet: Weiterpfiff.
