Oblak jagt die null gegen barça – atléticos keeper-comeback wird zum krimi

Jan Oblak schlägt mit der Faust auf den Rasen, nur noch sieben Tage. Genau so lange hat der Atlético-Kapitän, um sich vom Muskelriss in der Rippenpartie zu beilen und am 8. April im Camp Nou zwischen die Pfosten zurückzukehren. Die medizinische Staffel hatte ursprünglich drei Wochen einkalkuliert; die Champions-League-Viertelfinal-Hinspiel-Frist drückt das Tempo.

Die stoppuhr tickt im estadio vicente calderón 2.0

Die stoppuhr tickt im estadio vicente calderón 2.0

Musso hält dagegen souverän, verhindert Panik, doch Diego Simeone plant mit dem Slowenen als Schlüssel. Die Entscheidung fällt am Wochenende zuvor: Liga-Heimspiel gegen Barça am 4. April, genau 22 Tage nach der Blessur. Trainiert Oblak mit der Mannschaft, spielt er – tut er es nicht, bleibt er außen vor und sammelt nur Trainingsrhythmus, um am Mittwoch bereitzustehen.

Die Rechnung ist dreifach: Punkte gegen den Primus der Liga, Selbstvertrauen tanken, dann Topspiel in Europa. Dafür verzichtete der 31-Jährige bereits auf die Länderspielreise nach Ljubljana und arbeitet stattdessen doppelt mit Physios an den Plänen B und C.

Die Endabnahme steht für Freitag an, danach entscheidet der medizinische Leiter. Die Vorgabe: keine Schmerzen bei seitlichen Abstützbewegungen, keine Nachblutung im Ultraschall. Oblak selbst schickt via Interna lakonische Sprachnachrichten: „Ich will nur die Netzkante tragen, keine Schiene.“

Atléticos Historienbuch wartet auf ihn: 238 Partien ohne Gegentor, kein Keeper trug öfter das Trikot der Rojiblancos in der Königsklasse. Verpasst er den Termin, droht das erste Viertelfinale ohne ihn seit 2018 – und genau das will der Klub verhindern, weil die Copa-final-Tore ohnehin Musso gehören. Die Uhr tickt, der Countdown läuft. Am 8. April um 21.00 Uhr will Oblak wieder in den Katalanischen Nachtregen laufen – und dann zählt nur noch seine Parade.