Nfl-backups: flacco, dalton und wilson finden neue teams

Die NFL-Offseason läuft auf Hochtouren, und drei erfahrene Quarterbacks haben ihre nächste Station gefunden. Joe Flacco, Andy Dalton und Zach Wilson wechseln die Trikots – nicht als Stars, sondern als die Männer, die im Notfall eine ganze Franchise retten müssen. Klingt nach einer Nebenrolle. Ist es aber nicht.

Wilson bei den saints: ein neuer anlauf nach dem großen absturz

Die Geschichte von Zach Wilson ist eine der ernüchterndsten der jüngsten NFL-Geschichte. Als 2. Pick im Draft 2021 war er das Versprechen der Zukunft bei den New York Jets. Was folgte, war eine Enttäuschung auf ganzer Linie. Bei den Denver Broncos spielte er keinen einzigen Snap. Bei den Miami Dolphins durfte er in vier Spielen ran – elf Passversuche, 32 Yards. Das war alles.

Jetzt versucht er es bei den New Orleans Saints, wo er hinter Tyler Shough in die Quarterback-Hierarchie eingegliedert wird. Spencer Rattler ist ebenfalls im Raum. Wilson muss sich also erst einmal gegen Rattler durchsetzen, um überhaupt die Nummer zwei zu werden. Der Weg zurück ist lang – und steil.

Flacco kehrt nach cincinnati zurück: veteranen halten die festung

Flacco kehrt nach cincinnati zurück: veteranen halten die festung

Mit 41 Jahren und einer 18-jährigen Karriere gehört Joe Flacco zu den langlebigsten Quarterbacks, die die Liga je gesehen hat. Sechs Teams, ein Super-Bowl-Ring mit den Baltimore Ravens im Jahr 2013, dazu die Auszeichnung als Super Bowl MVP. Das ist kein schlechter Lebenslauf.

Die Cincinnati Bengals kennen seinen Wert. Vergangene Saison holten sie ihn als Notlösung für den verletzten Joe Burrow – mitten in der Saison, direkt von den Cleveland Browns. Jetzt kommt er zurück, diesmal von Anfang an. Bengals-Fans können ruhig schlafen: Wenn Burrow ausfällt, steht jemand bereit, der weiß, wie man ein Footballspiel gewinnt.

Dalton zu den eagles: neun jahre bengals-erfahrung als absicherung für hurts

Dalton zu den eagles: neun jahre bengals-erfahrung als absicherung für hurts

Neun Jahre hat Andy Dalton die Offense der Cincinnati Bengals geführt. Danach folgten Stationen bei den Dallas Cowboys, den Chicago Bears, den New Orleans Saints und zuletzt drei Jahre bei den Carolina Panthers, wo er Bryce Young den Rücken freihielt. Mit 38 Jahren ist er jetzt bei den Philadelphia Eagles – als Backup von Jalen Hurts.

Philly weiß, was ein guter Backup wert ist. Nick Foles hat das 2018 bewiesen, als er die Eagles durch die Playoffs führte und die New England Patriots im Super Bowl mit 41:33 bezwang. Dalton ist kein Foles – aber er ist erfahren, stabil und kennt die Erwartungen an diese Rolle besser als die meisten.

Warum backup-quarterbacks mehr sind als eine versicherungspolice

Warum backup-quarterbacks mehr sind als eine versicherungspolice

Die NFL redet gerne über ihre Stars. Über Patrick Mahomes, über Josh Allen, über die Männer, die Woche für Woche die Schlagzeilen füllen. Aber die Backups? Die bekommen ihren Moment erst dann, wenn es wirklich wehtut. Wenn der Starter auf der Trage vom Feld getragen wird und 70.000 Zuschauer im Stadion plötzlich sehr still werden.

Dann muss ein Quarterback, der seit Wochen kaum einen echten Pass geworfen hat, eine komplette Offense übernehmen. Spielsystem kennen, Mitspieler führen, Druck aushalten. Das ist keine Kleinigkeit. Brock Purdy wurde als letzter Pick des Drafts – als sogenannter Mr. Irrelevant – zum Starter der San Francisco 49ers und führte sie bis in den NFC Championship. Die Franchises, die in ihre Backups investieren, werden dafür manchmal auf eine Art belohnt, die niemand vorhergesehen hat.

Flacco, Dalton und Wilson bringen zusammen mehr als 50 Jahre NFL-Erfahrung mit. Drei Männer, die wissen, wie sich Druck anfühlt – und wie man trotzdem einen Ball in die Endzone wirft. Ob sie gebraucht werden, entscheidet der Zufall. Dass sie bereit sind, entscheiden sie selbst.