Panathinaikos am rande: ataman kritisiert schiedsrichter nach niederlage

Der Schock sitzt tief im griechischen Lager: Panathinaikos Athen hat die entscheidende fünfte Partie der EuroLeague-Playoff-Serie gegen Valencia Basket verloren und damit die Chance auf ein Final-Four-Ticket vergeben. Ein bitterer Abschied, der von Trainer Ergin Ataman mit ungewöhnlicher Schärfe kommentiert wurde.

Respektlose schiedsrichter – atamans harsche kritik

Ataman, bekannt für seine emotionalen Ausbrüche, zeigte sich sichtlich frustriert. Zunächst gratulierte er dem Gegner zur gezeigten Leistung und zur sensationellen Aufholjagd. Valencia hatte eine 0:2-Rückstand in der Serie gedreht – ein Kunststück, das Ataman anerkannte. „Glückwunsch an Valencia für den großartigen Basketball und die großartige Saison und für die Fähigkeit, einen 0:2-Rückstand aufzuholen, was sehr kompliziert ist“, sagte er.

Doch dann kam es zu seiner üblichen Kontroverse. Der Trainer übte scharfe Kritik am Schiedsrichtergespann. „Es gab ein gewisses Gleichgewicht bei den Zwei- und Drei-Punkte-Würfen, aber der Unterschied ist, dass Valencia 29 Freiwürfe und wir nur acht geworfen haben. Das ist etwas Seltsames, selbst bei ihrer aggressiven Verteidigung.“ Die Diskrepanz in den Freiwürfen sei der entscheidende Faktor gewesen. Ataman betonte, dass Nunn, der zweitbeste Scorer der EuroLeague, in dieser Serie bereits zum dritten Mal keine Freiwürfe geworfen habe. „Wenn die Schiedsrichterkriterien in der Final Four so bleiben, kann Valencia die EuroLeague leicht gewinnen.“

Die offensive Leistung seiner Mannschaft wies Ataman ebenfalls als mangelhaft ein. „Wir hatten in der ersten Halbzeit eine schreckliche offensive Leistung. Wir haben ihren Konter gestoppt, aber wir haben zu keinem Zeitpunkt etwas erzielt. In der zweiten Halbzeit sind wir zurück ins Spiel gekommen, aber wir haben ein paar einfache Würfe verfehlt und die Kontrolle über das Spiel verloren.“ Die verpassten Chancen und die fragwürdigen Entscheidungen der Schiedsrichter trugen zu einem frustrierenden Abend für Panathinaikos bei.

Die Zahlen lügen nicht: Valencia erzielte 82 Punkte, während Panathinaikos nur 76 Punkte erreichte. Die 21 Freiwürfe Unterschied lassen tiefere Fragen über die Konsistenz der Schiedsrichterentscheidungen aufkommen.

Die saison ist vorbei – valencia im finale

Die saison ist vorbei – valencia im finale

Für Panathinaikos bedeutet diese Niederlage das bittere Ende einer vielversprechenden Saison. Valencia hingegen darf sich auf die Final Four freuen und träumt von dem Titel. Atamans Kritik mag als Trotzreaktion gewertet werden, doch sie wirft ein Schlaglicht auf die Bedeutung von Schiedsrichterentscheidungen im europäischen Basketball. Es bleibt abzuwarten, ob diese Vorwürfe weitere Konsequenzen nach sich ziehen werden.