Wm-anreise erleichtert: usa lockern visabestimmungen für fans und teams

Ein Atem für WM-Fans aus Afrika und dem Nahen Osten: Die USA haben kurz vor dem größten Fußballturnier der Geschichte überraschend die Visabestimmungen gelockert. Nach monatelangen Kontroversen um die restriktive Migrationspolitik der Trump-Regierung sollen nun zumindest einige Fans und Delegationsmitglieder leichter in das Land einreisen können.

Die kaution fällt für ausgewählte nationen weg

Die kaution fällt für ausgewählte nationen weg

Das US-Außenministerium gab am Mittwoch bekannt, dass die umstrittenen Kautionszahlungen für WM-Teilnehmer und ausgewählte Fans aus bestimmten Ländern ausgesetzt werden. Bisher mussten Antragsteller aus 50 Entwicklungsländern zwischen 5.000 und 15.000 Dollar Kaution hinterlegen, die nach der Ausreise zurückerstattet werden sollte. Eine Summe, die für viele eine unüberwindbare Hürde darstellte.

Die Erleichterung betrifft vor allem die offiziellen Teammitglieder der teilnehmenden Nationen, aber auch Fans aus qualifizierten Ländern, die bereits Tickets für die Spiele erworben haben und sich in einem speziellen Prioritätssystem für Visa registriert haben. Mora Namdar, zuständig für konsularische Angelegenheiten, betonte, dass die USA weiterhin dem Ziel verpflichtet seien, die nationale Sicherheit zu gewährleisten, während gleichzeitig die Reisefreiheit für das WM-Turnier ermöglicht werde.

Ein Blick auf die Ausnahmen: Besonders bitter war die Situation für Haiti, das seine WM-Spiele voraussichtlich ohne nennenswerte Fanunterstützung bestreiten wird. Auch der Iran unterliegt weiterhin nahezu vollständigen Einreiseverboten. Die geforderte Kaution von 15.000 Dollar entspricht in einigen der betroffenen Länder, wie Algerien oder Senegal, dem durchschnittlichen Jahreseinkommen von drei Arbeitnehmern – eine unglaubliche Belastung.

Doch nicht nur Fans aus Afrika sind betroffen. Auch Besucher aus westlichen Partnerstaaten müssen mit einer deutlich ausgeweiteten Überprüfung rechnen, die den US-Behörden Zugang zu ihren Social-Media-Inhalten gewährt. Ein Eingriff in die Privatsphäre, der für viele Anstoß erregt.

Die Mendoza Law Firm schätzt, dass die neuen Bestimmungen dazu führen werden, dass Haiti seine Spiele vor leeren Rängen bestreiten muss. Die Frage ist, ob diese kurzfristige Kehrtwende ausreicht, um den Imageschaden der USA als Gastgeber zu begrenzen und die WM dennoch zu einem Erfolg zu machen. Die Zeit drängt.