Next gen draft: laliga entdeckt weltweiten fußball-nachwuchs – und überrascht!

Madrid – In den spanischen Fußballstadien wurden diese Tage Talente entdeckt, die aus aller Welt anreisen: 40 junge Spielerinnen und Spieler aus Nigeria, China, Japan, Marokko und Mexiko nahmen am Abschluss-Training des „Next Gen Draft“ teil, einem Programm der LaLiga zur Förderung junger Talente. Und die Ergebnisse sind, um es vorsichtig auszudrücken, beeindruckend.

Ein trainingslager, das für furore sorgt

Die Auswahl der Teilnehmer erfolgte nicht nur anhand sportlicher Kriterien, sondern auch unter Berücksichtigung sozialer Faktoren, so LaLiga. Die besten Vier aus jedem Land wurden mit einem exklusiven Trainingslager in Spanien belohnt. Die Reise führte die jungen Fußballer zuerst nach Madrid und dann nach Jerez, wo sie unter der Anleitung von UEFA PRO-Trainern ihr Können unter Beweis stellen konnten. Und das mit Erfolg: Freundschaftsspiele gegen namhafte Jugendmannschaften wie Sevilla, Betis und Atlético endeten überraschend favorabel für die internationalen Talente.

Juan Florit, Projektverantwortlicher bei LaLiga, zeigte sich sichtlich beeindruckt: „Sie haben unsere Erwartungen übertroffen. Es ist nicht einfach, wenn Spieler aus völlig unterschiedlichen Kulturen zusammenkommen. Im ersten Spiel waren sie vielleicht etwas nervös, gewannen aber dennoch gegen Sevilla. Im zweiten Spiel gegen Betis zeigten sie taktische Konzepte und Bewegungen, die man normalerweise erst nach deutlich längerem Training sieht.“

Die Überraschung der Verantwortlichen: Selbst Jugendscouts spanischer Topklubs zeigten sich von den Leistungen der jungen Spieler beeindruckt und erkundigten sich nach ihren Hintergründen. „Es ging nicht um eine offizielle Anfrage, da die Spieler ja noch unter 16 Jahre alt sind und bestimmte Regeln gelten. Aber die Frage ‚Wo habt ihr diese Jungs her? Dieser hier hat großes Potenzial!‘ kam durchaus auf“, so Florit.

Warum diese fünf länder?

Warum diese fünf länder?

Florit erklärte die Auswahl der Länder mit ihrer strategischen Bedeutung für LaLiga und EA Sports. „Wir wollten möglichst viele Regionen abdecken und versuchten, keine zwei Länder aus derselben Region zu wählen. Aber gleichzeitig sind es Länder mit einer großen Fußballkultur und einem enormen Talentpool. Nigeria ist da ein Paradebeispiel: Dort findet man fast ohne suchen, junge Leute mit einem unglaublichen Talent.“

Besonders bemerkenswert sei die schnelle Integration der Spieler aus unterschiedlichen Kulturen: „Nach ein paar Tagen gab es keine Sprachbarrieren mehr. Die Nigerianer unterhalten sich mit den Chinesen, die Japaner mit den Marokkanern – sie tauschen Handynummern aus und lachen zusammen.“

Mehr als nur fußball: eine persönliche entwicklung

Mehr als nur fußball: eine persönliche entwicklung

Die Spielerinnen und Spieler des „Next Gen Draft“ kommen aus unterschiedlichen Hintergründen. Einige waren bereits in organisierten Strukturen aktiv, andere kommen aus benachteiligten Verhältnissen. Ein Beispiel aus China verdeutlicht die kulturellen Unterschiede: „Eine der Torwartinnen war nach den ersten Trainingseinheiten sehr nervös und ängstlich. Sie war es nicht gewohnt, dass man ihr nach einem Fehler nicht tadeln, sondern sogar applaudiert. Das hat sie zunächst völlig aus dem Konzept gebracht. Wir haben ihr erklärt, dass wir hier sind, um zu lernen und Spaß zu haben. Solche Momente zeigen, dass wir nicht nur ihre fußballerischen Fähigkeiten verbessern, sondern ihnen auch eine einzigartige sportliche und persönliche Erfahrung ermöglichen.“

Die Initiative von LaLiga und EA Sports unterstreicht das gemeinsame Engagement für den Zugang zum Fußball und die Förderung junger Talente weltweit.

Die Zukunft wird zeigen, ob einige dieser jungen Spieler eines Tages in den Profivereinen Europas Fuß fassen werden. Aber eines ist klar: Der „Next Gen Draft“ hat gezeigt, dass das Potenzial im globalen Fußball unendlich groß ist.