Oroz: wieder auf dem platz, traum von brasilien lebt!
Ein Hoffnungsschimmer für den spanischen Fußball: Maite Oroz, die talentierte Mittelfeldspielerin, hat nach ihrer zweiten Kreuzbandrissoperation endlich wieder einen Ball berührt. Die gebürtige Navarerin blickt trotz der schweren Verletzung und der damit verbundenen Herausforderungen optimistisch in die Zukunft und träumt von einem Comeback im Nationalteam – und vielleicht sogar von der Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien.
Die narben einer verletzung, die mehr als nur den körper betrifft
Oroz’ Weg zurück war alles andere als einfach. Der erneute Kreuzbandriss im Oktober vergangenen Jahres, während eines Spiels gegen Birmingham City, riss einen tiefen Schmerz. „Ich wusste sofort, dass es wieder das vierte Kreuzband war“, erinnert sie sich an den Moment des „Knalls“, der ihr bereits 2018 im Trikot von Athletic Club widerfahren war. Doch diese Verletzung ist anders, so Oroz, da sie weit weg von Familie, Freunden und ihrem Freund in England auf sie traf. Die sprachliche Barriere verstärkte die Frustration, die es so schwer machte, ihre Sorgen auszudrücken.
Die Unterstützung ihrer Familie und des Tottenham Hotspur-Clubs waren in dieser schwierigen Zeit von unschätzbarem Wert. „Es ist wichtig, sich darauf zu konzentrieren, was man hat, und dankbar zu sein für die Unterstützung, die man erhält“, betont Oroz. Ihr Fokus liegt nun voll und ganz auf der Rehabilitation. Vom morgendlichen Training im Fitnessstudio bis hin zu den ersten Ballkontakten – jeder Fortschritt ist ein kleiner Sieg.

Mehr als nur fitness: die mentale stärke
„Man vermisst gewisse Dinge erst, wenn man sie nicht mehr hat“, so Oroz über die Rückkehr zum Ball. Doch die Reise ist noch nicht abgeschlossen. Obwohl sie sich in der „letzten Phase“ befindet, spürt sie ihre Knie noch nicht zu 100 Prozent stabil. Geduld ist gefragt, und Oroz ist entschlossen, sich nicht zu überstürzen. „Es geht um Fortschritt, darum, dass das Knie reagiert und ich mit Sicherheit zurückkehren kann.“
Neben dem körperlichen Training spielt auch die mentale Stärke eine entscheidende Rolle. Oroz hat gelernt, sich zu isolieren und sich auf andere Dinge zu konzentrieren, um dem Fußball eine kurze Pause zu gönnen. Sie verfolgt die Spiele ihrer ehemaligen Vereine Athletic Club und Real Madrid und beobachtet die Entwicklung des spanischen Fußballs. „Es ist toll, wenn die Unterschiede zwischen den Teams kleiner werden, denn das sorgt für Wettbewerb“, meint sie.
Die englische Liga, in der sie aktuell spielt, setzt hohe Maßstäbe. „Die physische Komponente ist hier deutlich stärker als in Spanien. Die Anforderungen im Training und im Wettkampf sind enorm.“ Sie lobt die hervorragenden Einrichtungen und die große Unterstützung für den Frauenfußball in England. „Es ist normal, dass viele Spielerinnen hierher kommen wollen.“

Ein blick auf die zukunft: rivalität und hoffnung
Das anstehende Spiel zwischen Spanien und England, zwei der besten Mannschaften der Welt, verfolgt Oroz mit Spannung. „Es werden enge Spiele, entschieden durch Kleinigkeiten sein“, sagt sie. „Ich bin stolz, Spanierin zu sein, aber mein Herz schlägt für Spanien“, gesteht sie lachend. Maite Oroz hat bewiesen, dass sie trotz Rückschlägen und Herausforderungen immer wieder aufsteht. Ihre Entschlossenheit und ihr unermüdlicher Wille sind ein Vorbild für viele junge Fußballerinnen – und ein Grund zur Hoffnung für den spanischen Fußball.
