Nba plant 7-milliarden-expansion: las vegas und seattle zurück in der liga

Die NBA schlägt zurück. Nächste Woche stimmen die 30 Klubeigner in der Board of Governors über den ersten Schritt zur Liga-Erweiterung ab – und die Indizien sind eindeutig: Las Vegas und Seattle bekommen neue Franchises, die 2028/29 auflaufen sollen. Die letzte Erweiterung datiert aus dem Jahr 2004, damals kehrte Charlotte in die Liga zurück. Jetzt geht es um Milliarden, Prestige – und um ein Machtgefälle, das die NBA verändern wird.

Die stimmenzählung beginnt: 23 mal „ja“ aus 32

Formell braucht es ein Dreiviertel-Quorum, also 23 positive Stimmen. Laut ESPN signalisieren bereits deutlich mehr Besitzer Zustimmung. Der Grund ist simpel: Die beiden Neuzugänge zahlen pro Franchise eine Eintrittsgebühr zwischen 7 und 10 Milliarden Dollar. Das Geld fließt nicht in die Liga, es fließt direkt in die Kassen der aktuigen Eigentümer – unversteuert, sofort.

Seattle war von 1967 bis 2008 Heimat der SuperSonics, ehe das Team nach Oklahoma City umzog und zu den Thunder wurde. Die Stadt gilt als der größte US-Medienmarkt ohne NBA-Vertretung – ein schlafender Riese mit Tech-Milliarden und einer Fanbasis, die nie aufgehört hat, auf Rache zu warten.

Las vegas wird zur sport-hauptstadt der usa

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Während Seattle trauert, feiert Vegas bereits. Innerhalb von zehn Jahren landeten die Raiders (NFL), die Golden Knights (NHL) und die Aces (WNBA) in der Wüstenmetropole – alle erfolgreich, alle profitabel. Die Knights füllen 18.000 Plätze im T-Mobile Arena, die Aces holten 2022 und 2023 Titel, 2025 stehen sie wieder im Finale. Die NBA will diesen Zug mitnehmen, bevor die Konkurrenz es tut.

Doch hinter den Kulissen brodelt es. Kleine Märkte fürchten, dass die Einnahmen-Pool-Umverteilung sinkt, sobald zwei Giganten an den Tisch kommen. Die Lakers und Warriors wiederum wittern neue TV-Deals: Freitagsspiele in Vegas, Samstagabend-Duelle in Seattle – ein Content-Festival mit globaler Reichweite.

Der zeitplan ist eng: europa-pläne wandern erstmal hintenüber

Der zeitplan ist eng: europa-pläne wandern erstmal hintenüber

Neben der Expansion wird die Board auch über NBA Europe sprechen, doch dort steht noch kein Termin für eine Abstimmung. Ein Londoner Team? Vorerst ein PR-Traum. Commissioner Adam Silver priorisiert US-Wachstum, bevor er den Atlantik überquert. Die Liga will stabile 32 Klubs, bevor sie neue Zeitzonen erobert.

Die Sonics-Fans haben bereits Season-Ticket-Listen eröffnet, in Vegas buchen Unternehmen Suiten für 2028. Die Preise explodieren, die Erwartungen auch. Die NBA aber hat gerechnet: Selbst wenn nur die Hälfte der Eintrittsgebühren fließt, bleiben pro Alt-Franchise rund 400 Millionen Dollar übrig – genug, um die nächste CBA-Verhandlung schon jetzt zu finanzieren.

Die Wüste und der Pazifik rüsten sich. Die 30 Klubeigner zählen ihre Stimmen. Und irgendwo in Oklahoma City schlottern die Thunder: Ihre alte Heimat kehrt als Konkurrent zurück – mit Geld, Groll und einem neuen Stern auf dem Trikot.