Moses moody zerfetzt sich das knie – warriors stehen mit dem rücken zur wand

Die letzte Sekunde der Verlängerung war schon gelaufen, als Moses Moody noch einmal aufsprang. Was folgte, war kein Dunk, sondern ein Knacken, das die Chase Center-Arena zum Schweigen brachte. Sein linkes Knie klappte weg, die Patella sprang zur Seite, und der 23-Jährige blieb reglos liegen – mitten im 127:122-Sieg der Golden State Warriors gegen Dallas.

Die bilder, die selbst curry verstummen ließen

Stephen Curry lehnte sich zurück, die Hand vor den Mund gepresst. Draymond Green eilte herbei, drückte Moodys Kopf an seine Brust, tatschelte ihn, als könne er das Knie mit purem Willen wieder zusammenhalten. Die Miterkrankten wissen: So sieht eine Saison aus, die sich in Sekundenbruchteilen auflöst.

Ärztliche Erste Hilfe dauerte acht Minuten. Die Trage rollte, das Knie in einer Schiene fixiert, die Fernsehbilder zeigten die deformierte Kniescheibe – ein Anblick, selbst für NBA-Hardliner unerträglich. Im Spätnachmittagsflug nach San Francisco wurde Moody noch einmal geröntgt; ein MRT steht aus, doch hinter den Kulissen spricht keiner von „leicht“.

Kerr spricht es aus, was alle denken

Kerr spricht es aus, was alle denken

„Es sah scheiße aus, Punkt“, sagte Steve Kerr, normalerweise Meister der diplomatischen Verdünnung. „Wir hoffen, aber wir wissen genug über Knie, um nicht zu lügen.“ Die Saison der Warriors gleicht bereits einem Triathlon der Ausfälle: Jimmy Butler fällt mit Kreuzbandriss, Curry verpasste 22 Spiele wegen einer Knie-Entzündung, Al Horford laboriert an einer Oberschenkelzerrung – und nun der Shooting Guard, der in 49 von 60 Partien zur Startformation gehörte.

Moodys Bilanz: 12,1 Punkte, 3,3 Rebounds, 38 % von jenseits der Dreierlinie. Im Sommer unterschrieb er den Deal über 39 Millionen Dollar für drei Jahre – ein Votum für die Zukunft, das jetzt auf Eis liegt.

Platz zehn im westen – und kein spieler zu verschenken

Platz zehn im westen – und kein spieler zu verschenken

Die Tabelle nagelt Golden State auf Rang zehn fest, zwei Siege hinter den Kings, drei vor den Jazz – ein Pulverfass, in dem jede weitere Niederlage die Playoff-Tür ein Stück weiter zuknallt. Die Verantwortlichen rechnen intern mit mindestens zwei Wochen bis zu einer verlässlichen Diagnose; sollte es sich um einen Band- oder Meniskusschaden handeln, wäre das Jahresende unrealistisch.

Die Stimmung im Kader? „Wie nach einem K.o., ohne dass die Glocke läutet“, sagte ein Staff-Mitarbeiter, der seinen Namen nicht in den Medien lesen will. „Wir haben gerade erst wieder Luft geholt, jetzt fällt wieder einer aus, der uns auf Trab hält.“

Die Warriors müssen nun mit einem Backcourt-Cocktail aus Curry, Buddy Hield und dem 20-jährigen Brandin Podziemski auskommen – Talent vorhanden, aber keine Marge mehr für Last-Minute-Pleiten. Am Freitag geht’s nach Portland, dann folgen die Clippers und Nuggets – ein Programm, das selbst gesunde Knochen fordert.

Moses Moody liegt in der Nacht auf die Diagnose, während die Liga weiterspielt. Für ihn zählt jetzt nur die Frage, ob die Kniescheibe wieder gerade steht – und ob seine Saison ein zu hoher Preis für einen Dunk war, der nie zählte.